Brand

Feuer richtet Millionenschaden in Löffinger Zimmereibetrieb an

bz, sim, sfiz, dpa

Von BZ-Redaktion, Heidrun Simoneit, sfiz & dpa

Sa, 05. Januar 2019 um 08:42 Uhr

Löffingen

Sachschaden von rund einer Million Euro hat ein Brand in einem Löffinger Zimmereibetrieb angerichtet. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindern.

Ein Brand in einem holzverarbeitenden Betrieb hat in Löffingen erheblichen Sachschaden angerichtet. Verletzt wurde niemand. Zur noch völlig unbekannten Brandursache ermittelt die Polizei. Wie diese mitteilte, brach das Feuer in der Nacht zum Samstag in dem Gebäude im Gewerbegebiet an der Bundesstraße 31 und setzte es schnell in Brand. Das Gebäude selbst war nicht zu retten, doch konnten die rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr umliegende Gebäude und Hallen vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Dabei sei es "Spitz auf Knopf" gegangen, berichtete der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz anlässlich der Hauptversammlung der Löffinger Abteilungswehr Reiselfingen am vergangenen Samstagabend, wo der Großbrand selbstredend Thema war. Wie Gesamtkommandant Bernd Schwörer – ebenfalls an der Hauptversammlung – berichtete, stand das Zimmereigebäude in Vollbrand, als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen. Es sei ein Flammenmeer gewesen, Hitzestrahlung und Rauchentwicklung enorm. Die ganze Nacht über seien die Feuerwehren im Einsatz gewesen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Alle Abteilungen der Gesamtwehr Löffingen waren vor Ort, dazu der Löschzug aus Neustadt mit seiner Drehleiter, "um das Feuer mit zwei Drehleitern bekämpfen zu können", berichtet Schwörer.

"Wir mussten alles aufbieten, um diese Gebäude zu retten." Bernd Schwörer
An Grenzen gestoßen sei man auch bei der Wasserversorgung in direkter Nähe. Man habe deshalb aus der Stadt mithilfe eines Spezialfahrzeugs weitere Leitungen aus dem Ortskern zum Brandobjekt gelegt. "Wir mussten alles aufbieten, um diese Gebäude zu retten", so Schwörer gegenüber der BZ. Von einem verhinderten Zwei-bis-drei-Millionenschaden hatte zuvor Gotthard Benitz anlässlich der Abteilungsversammlung in Reiselfingen gesprochen. Gemeinsam habe man eine super Arbeit geleistet, würdigte Schwörer den nächtlichen Großeinsatz der Feuerwehrleute. Froh ist Schwörer auch darüber, dass kein Mitglied des Einsatzteams, zu dem auch Polizisten und Rettungsdienst gehörten, verletzt wurde: "Für mich ist es immer der größte Erfolg, wenn alle heil wieder aus dem Einsatz herauskommen."

Brandstelle wird weiterhin überwacht

Bei dem Großeinsatz hatte das Wetter die Arbeit der Rettungskräfte erschwert. Das Löschwasser sei auf dem Boden gefroren und habe am Einsatzort eine zusätzliche Gefahr bedeutet, hieß es in der Hauptversammlung.

Der Brand in der Zimmerei war am frühen Samstagmorgen gegen 0.40 Uhr ausgebrochen. In dem Gebäude wurden auch mehrere Autos ein Raub der Flammen. Ein davor abgestellter Transporter wurde ebenfalls beschädigt, bevor er mit einem Abschleppfahrzeug aus der Gefahrenzone gezogen werden konnte. Teile des brennenden Gebäudes stürzten ein.

Um 7 Uhr am Samstagmorgen war der Brand gelöscht, noch bis 12 Uhr mittags hielten Feuerwehrleute Brandwache; um 13.30 Uhr war der Einsatz vollends beendet. Seitdem war die Wehr noch zweimal vor Ort, um kleinere Brandnester abzulöschen, so auch am Sonntag. Auch in den nächsten Tagen soll die Brandstelle weiter überwacht werden, erklärt Schwörer.
Fotos aus der Einsatznacht sind zu finden unter http://mehr.bz/grossbrand