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28. Februar 2013

Finissage im Georg-Scholz-Haus

Die Ausstellung mit Werken von Julia von Troschkle ging zu Ende / Die Besucher schrieben ihre Eindrücke für die Künstlerin nieder.

  1. Mit Gospel- und Bluesgesang sowie regem Besuch endete die Julia- von-Troschke-Ausstellung Foto: Roland Krieg

WALDKIRCH (BZ). Im Rahmen einer Finissage wurde am Sonntag die Ausstellung von Julia von Troschke geschlossen. Mit Kontemplation und Musik vertieften sich die Besucher im Georg-Scholz-Haus nochmals in ihre Werke.

Julia von Troschke im Spiegel ihrer Betrachter; zu Beginn der Finissage wurden die Texte aus der Schreibnacht verlesen. Dabei war es für alle erstaunlich, zu welch vielfachen Empfindungen, Gedanken und Anrührungen das Betrachten und das sich Einlassen auf Kunst führt und auf welch unterschiedliche Weise dies seine sprachliche Form findet.
Am Sonntag reichte das vom ganz persönlichen Empfinden über Assoziationen gesellschaftlicher und politischer Art bis gar zu einer Erzählung für Kinder. Beim Vorlesen der Texte und beim letztmaligen Gang durch die schönen Räume des Georg-Scholz-Hauses konnte man Abschied nehmen von der bunten, komplexen und ambivalenten Welt der Julia von Troschke, in deren Mittelpunkt immer der Mensch,als einzelner, aber auch in seiner Kommunikation und Verbindung mit anderen steht. In ihren Werken hat sie dabei viele Fragen aufgeworfen und zu vielfachen Deutungen ermuntert.

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Die verlesenen Texte spiegelten dies eindrucksvoll wider. Sie wurden in gebundener Form als "niedergeschriebene Gedanken" zu ihren ausgestellten Werken zusammengefasst. Dabei erhielt Julia Troschke das erste Exemplar selbst, sicherlich ein schönes Geschenk der besonderen Art.

Als musikalische Begleiter be- und verzauberten Angela Mink mit dem Gitarristen Benjamin Heusch und Gerhard Gerstle am Bass die zahlreicben Besucher. Die Sängerin, Gesangsdozentin und Leiterin des Gospelchors "Soulvation" mit ihrer beeindruckenden Stimmfülle, die "Mahalia Jackson" aus Emmendingen, so Roland Burkhart, der Leiter und Begleiter der "Schreibnächte", präsentierte eine Mischung aus Jazz, Gospel, Folk, Blues, Soul und Pop. Lieder von Armstrong, Peggy Lee, Carol King, Eva Cassidy oder Leon Russel waren ein stimmiger Abschluss für eine wunderbare und erfolgreiche Ausstellung, in der man nochmals einen sehr unterhaltsamen Vormittag verbrachte.
Die nächste Ausstellung wird zusammen mit der Emmendinger Galerie im Turm veranstaltet. Es werden zeitgleich Werke von Petra Göhringer-Machleid (Objekte aus Papier, Wachs, Holz) und ihrem Bruder Armin Göhringer (Skulpturen) mit verschiedenen Schwerpunkten in Emmendingen und Waldkirch gezeigt. Vernissage ist am 24. März, 11 Uhr (Waldkirch) und 15 Uhr (Emmendingen).

Autor: bz