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22. Juni 2012

Firma leidet derzeit unter Platzmangel

Werner Herr GmbH investiert 1,5 Millionen Euro in einen Zweigbetrieb in Ehrenkirchen.

  1. Beim Spatenstich (von links): Thomas Breig, Benjamin Herr, Werner Herr, Margareta Herr, Cornelia Herr, Patrick Herr, Richard Stoll und Markus Keune (Dürrschnabel Industriebau GmbH) Foto: Silvia Faller

EHRENKIRCHEN (sf). In Ehrenkirchen gab es strahlende Gesichter. Anlass war der erste Spatenstich zum Neubau eines Zweigbetriebs der Werner Herr GmbH mit Sitz in Ebringen im Gewerbegebiet "Niedermatten". Ehrenkirchens Bürgermeister Thomas Breig freute sich sehr, dass "es uns gelungen ist, einen produzierenden Betrieb anzuziehen". Tatsächlich ist die Werner Herr GmbH ein Fertigungsunternehmen aus der Branche des Werkzeugs- und Formenbaus. Unter anderem stellt die in Freiburg gegründete und seit 1994 in Ebringen ansässige GmbH Spritzgussteile aus thermoplastischen Kunststoffen her, die als Gehäuse in den verschiedensten Zwischen- und Endprodukten dienen. Abnehmer sind beispielsweise Automobil- und Medizintechnikhersteller.

Gründer, Inhaber und Geschäftsführer ist der Werkzeugmachermeister Werner Herr (58) aus Au. Seine Frau Margareta ist im Bereich Verwaltung beschäftigt, auch sind die beiden Söhne Patrick und Benjamin als Feinwerkmechanikermeister im Unternehmen tätig. Patrick Herr verantwortet den Bereich der Arbeitsvorbereitung, Benjamin Herr den Bereich Werkzeugbau. Auch Patrick Herrs Ehefrau Cornelia arbeitet mit. In Ebringen beschäftigt die Familie Herr derzeit 30 Mitarbeiter. In Ehrenkirchen, wo die Emmendinger Dürrschnabel Industriebau GmbH eine Industriehalle mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmeter errichten wird, sollen zehn Leute arbeiten. Untergebracht werden hier eine Fertigungslinie und Lagerflächen, denn künftig treten alle Produkte von hier aus ihren Weg zu den Kunden an. Nach der Fertigstellung Ende des Jahres will die Werner Herr GmbH die Belegschaft auf insgesamt 33 Beschäftigte ausweiten. In Ebringen, das auch der Hauptsitz bleiben soll, leidet die Firma unter Platznot. "Wir haben uns schon eine ganze Weile nach einer Erweiterungsfläche umgeschaut. Die Investition hier sichert die Entwicklung unseres Unternehmens", so Werner Herr. Vom Architekten Richard Stoll, nach dessen Plänen auch der Neubau gebaut wird, auf das Gewerbegebiet "Niedermatten" aufmerksam gemacht, war Herr im vergangenen Frühjahr auf die Gemeinde Ehrenkirchen zugegangen. Bürgermeister Breig und der Gemeinderat leiteten eine Änderung des Bebauungsplanes ein, denn die bis dahin festgesetzten Baufenster und Baukörperpotenziale waren den Herrs zu groß.

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Die Werner Herr GmbH wird 1,5 Millionen Euro investieren und erhält einen Landeszuschuss von gut 100 000 Euro aus dem Programm Entwicklung Ländlicher Raum.

Autor: sf