Wie Integration besser gelingt

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Sa, 21. Juli 2018

Binzen

Projekt gibt Anleitung.

VORDERES KANDERTAL (us). Der Verwaltungsverband Vorderes Kandertal hat sich um das Projekt "Integration durch bürgerschaftliches Engagement" in Zusammenarbeit mit der Führungsakademie Baden-Württemberg beworben und den Zuschlag erhalten, informierte Hauptamtsleiter Dominik Kiesewetter bei der jüngsten Verbandssitzung. Ziel des Projektes sie es, gemeinsam eine ganzheitliche Integrationsstrategie zu entwickeln. Dabei sollen alle Bevölkerungsgruppen einschließlich der Flüchtlinge und Migranten beteiligt werden. Selbstverständlich seien auch politische Gremien und die Verwaltungen der Kommunen involviert.

Der Prozess, bei dem die Gemeinden des Verwaltungsverbands von zwei Moderatoren begleitet werden, startet im Sommer 2018 und soll im November 2019 seinen Abschluss finden. Ein erstes Treffen habe es bereits gegeben, bei dem das weitere Vorgehen besprochen wurde. Im August soll der nächste Schritt erfolgen, zu dem dann auch weitere Teilnehmer eingeladen werden, so Kiesewetter.

Derzeit leben im Verwaltungsverband 140 Flüchtlinge, die eine Betreuung und Unterstützung benötigen. Die Integration, da ist sich Kiesewetter sicher, werde nur gelingen, wenn über das Engagement der Verwaltung hinaus die gesamte Bevölkerung einbezogen wird. Um die dafür zentralen Fragen, etwa danach, wie ein gutes Zusammenleben gewährleistet werden kann, oder wie es gelingt, dafür weite Teile der Bevölkerung zu motivieren, zu lösen, sei das Projekt konzipiert.

Binzens Bürgermeister Schneucker ergänzte das Thema um eine weitere Facette. Er habe das SAK für eine Veranstaltungsreihe speziell für Mitarbeiter in den Flüchtlingshelferkreisen gewinnen können, kündigte er an und lud alle Interessierten zur Teilnahme ein.