Wohnhaus liegt im Kostenrahmen

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Fr, 03. August 2018

Fischingen

Drei Flüchtlingsfamilien ziehen ein, ein Bewohner soll Hausmeisterdienste übernehmen / Moick kündigt Infotreff für Nachbarn an.

FISCHINGEN. Das kommunale Wohnhaus in Fischingen, in dem der Gemeinde zugewiesene Flüchtlinge wohnen sollen, ist fast fertig gestellt. Im Wesentlichen müssen nur noch die Küchen der drei Wohnungen, eine Schließanlage und ein System zur Blitzableitung eingebaut werden. Dieser Tage bewilligte der Gemeinderat das Geld zur Gestaltung des Außengeländes und für den Einbau von Anschlüssen für Satellitenfernsehen.

Die Firma König aus Steinen erhielt den Auftrag, die Außenanlagen zu gestalten. Vier Firmen gaben Angebote ab. Das Angebot der Firma König war mit 68 494 Euro das günstigste. Tatsächlich wird das Unternehmen die Arbeiten aber für nur 63 644 Euro ausführen, berichtete Architekt Roland Böttcher. Man habe nachträglich vereinbart, dass die kleine Mauer an der Straße mit einfachen L-Steinen gebaut wird und daher preisgünstiger wird.

Das Grundstück soll mit Rasen und einer wassergebundenen Decke gestaltet werden. Nur der Zugang zum Haus und ein Abstellplatz für Räder sollen gepflastert werden. Außerdem sollen eine Linde, zwei Zierkirschbäume und Kletterrosen an der Hauswand gepflanzt werden. Zur Straße hin wird das Grundstück nur mit der niedrigen Mauer abgegrenzt, zu den Nachbarn hin mit einer vorhandenen Mauer und einem Zaun. Bernd Weber schlug vor, anstelle der wassergebundenen Decke den Hof zu pflastern, weil die Bewohner dann weniger Schmutz ins Haus tragen würden. Diese Entscheidung verschob der Gemeinderat aber auf einen späteren Zeitpunkt.

Obwohl das Angebot für die Außenanlagen weit über den eingeplanten Kosten von rund 42 000 Euro lag, akzeptierten die Gemeinderäte es. Das Angebot für die Anschlüsse für Satellitenfernsehen fanden die Gemeinderäte Ulrich und Weber dagegen zu teuer. Die Firma Rütten, die schon die Elektroarbeiten ausführte, will die Anschlüsse für 7 100 Euro einbauen. Nach ausführlicher Diskussion einigten sich die Gemeinderäte, dass es in jedem Wohnraum einen Satellitenanschluss geben sollte. Das kommunale Wohnhaus solle ja mit gutem Standard gebaut werden, war die einhellige Meinung.

Architekt Roland Böttcher versprach, mit dem Elektrounternehmen zu klären, wo Geld gespart werden könnte. Bürgermeister Axel Moick versicherte auf Nachfrage von Michael Ulrich, dass über die SAT-Kabel auch Fernsehsender aus dem Breitbandnetz laufen können, wenn das Netz in Fischingen fertig ausgebaut ist.

Beim Bau des kommunalen Wohnhauses liege man im Kostenrahmen, betonten Architekt und Bürgermeister. Laut den Sitzungsunterlagen hat die Gemeinde 93 Prozent der eingeplanten Summe von 770 000 Euro ausgegeben.

In das Wohnhaus sollen die drei Flüchtlingsfamilien einziehen, die bisher in Ferienwohnungen und einem Privathaus leben. Auf Nachfrage von Bernd Weber sagte Axel Moick, dass ein Hausmeister das Gebäude betreuen solle. Er habe einen der irakischen Flüchtlinge gefragt, ob er dies übernehmen wolle. Moick versprach den Nachbarn im Übrigen noch ein Treffen, um alle ihre offenen Fragen zu klären.