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15. Dezember 2011

Abkehr vom Dorfgebiet

Gemeinderat Forchheim will allgemeines Wohngebiet.

FORCHHEIM. Der Bebauungsplan "Hessenstraße" wird ein zweites Mal offengelegt. Nun wird die Fläche als "allgemeines Wohngebiet" deklariert. Der Gemeinderat folgte damit am Montag teilweise der Argumentation des Landratsamts im Zuge der Offenlage.

Das Landratsamt hatte moniert, die Ausweisung als "Dorfgebiet" sei ein Etikettenschwindel, der erfahrungsgemäß vor Gericht nicht standhalte. "Dorfgebiet" lässt ein gewisses Maß von Lärm und Gerüchen zu, die in einem "Wohngebiet" ausgeschlossen sind. Doch für die "Hessenstraße" vorgesehen ist ausschließlich Wohnbebauung. Verwaltung und Planer hatten sich bei der Bezeichnung an das benachbarte Baugebiet "Wette" angelehnt, das ebenfalls als "Dorfgebiet" ausgewiesen ist. Mit Hinweis auf das angrenzende "Dorfgebiet" und das Gewerbegebiet "Bruckwasen" hält die Immissionsbehörde des Landratsamtes ein allgemeines Wohngebiet für nicht realisierbar und schlägt ein "Mischgebiet" vor. Dies hätte aber zur Folge, dass in diesem Gebiet auch Wohnen und Arbeiten gemischt sein müssen. Doch der Gemeinderat will eine ausschließliche Wohnnutzung. Hauptamtsleiter Michael Kindler ist sich sicher, dass das auch funktioniert und die Ausweisung als "allgemeines Wohngebiet" richtig ist. Er verwies darauf, dass sich "Wette" inzwischen zum allgemeinen Wohngebiet entwickelt habe. In "Bruckwasen" sei so gebaut worden, dass eine unzulässige Belästigung der kommenden angrenzenden Wohnbevölkerung nicht zu erwarten sei. Auch den nahen landwirtschaftlichen Betrieb hält er für unproblematisch. Das Landwirtschaftsamt hatte extra darauf hingewiesen, dass eventuelle Emissionen wie Staub, Lärm, Gerüche und Abdrift von Pflanzenschutzmitteln hingenommen werden müssten. Rechtlich soll das abgedeckt werden, indem diese möglichen Beeinträchtigungen in den Plantext aufgenommen werden.

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Der Wendehammer wird nun etwas größer gebaut als zunächst geplant. Dagegen hält der Rat eine vorgeschriebene Firsthöhe, wie vom Kreisplanungsamt empfohlen, für unnötig.

Autor: Michael Haberer