Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
29. Dezember 2011
Ein Jahr der Vorbereitungen aufs große Jubiläum
JAHRESRÜCKBLICK: In Forchheim standen die neue Kirchenorgel, das Härdepfelfest und die Dorfsanierung im Mittelpunkt.
FORCHHEIM (rsz). 2011 war für Forchheim vordergründig ein ruhiges Jahr, doch hinter den Kulissen wurde fieberhaft gearbeitet. Denn den Forchheimern steht im nächsten Jahr Großes ins Haus: Die Gemeinde feiert ihr 1250-jähriges Bestehen mit einer großen Silvester-Gala quasi ins Jubiläumsjahr hinein. Es folgen ein großer historischer Umzug, bei dem fast das ganze Dorf mitmacht, und viele weitere Veranstaltungen.
Das eher beschauliche Jahr 2011 hätte für die Gemeinde aber auch mit einem Unglück beginnen können: Der Motor im Glockenturm der Kirche war kurz vor dem Jahreswechsel so heiß gelaufen, dass ein Brand drohte. Doch weil der Defekt gerade noch rechtzeitig entdeckt worden war, blieb die Pfarrkirche von einem Feuer verschont.
Sie stand aber aus ganz anderem Grund 2011 im Mittelpunkt. Das Patrozinium in diesem Jahr war etwas ganz Besonderes, denn zu diesem Anlass wurde die neue Orgel eingeweiht. Die sechs Meter hohe, historische Orgel von Forster & Andrews aus dem Jahr 1891 stammt aus Schottland, die Kosten von rund 180 000 Euro wurden von der politischen Gemeinde und vom Ordinariat bezuschusst.
Werbung
Ein Höhepunkt im Jahreslauf war das 35. Dorf- und Härdepfelfest mit Gewerbeausstellung und Bauernmarkt im August rund um die Festhalle. Viele Gäste kamen, feierten mit, genossen Forchheims "tolle Knolle" und informierten sich über das örtliche Gewerbe und Handwerk und über die landwirtschaftliche Produktion am Ort. Das niederschlagsarme Frühjahr bescherte den Kartoffelbauern allerdings spürbare Ernteeinbußen.
Kommunalpolitisch wurde das finanziell schwache Jahr von einem Sparhaushalt geprägt. Investiert wurde nur in das Nötigste. In der ersten Jahreshälfte beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Neugestaltung der Ortsmitte im Rahmen des Landessanierungsprogramms. Auch im und am Kindergarten ist in diesem Jahr einiges geschehen. Die Kleinkindbetreuung, ab 2013 Pflicht für die Kommunen, nahm Formen an. Der Umbau der Kindergartenräume für die Kleinkindbetreuung war im Herbst so gut wie abgeschlossen. Insgesamt hat die Gemeinde rund 90 000 Euro in den Umbau des Kindergartens investiert. Betreut werden die Kleinkinder in einer altersgemischten Gruppe.
Unter dem Eindruck der Atomkatastrophe in Japan sagte der Gemeinderat Ja zur Mitgliedschaft im Trinationalen Atomschutzverband und Nein zum AKW Fessenheim.
Im Juli sorgte überlaufendes Abwasser aus dem Stauraumkanal der Verbandskläranlage Breisgauer Bucht auch aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen für ein Fischsterben im Leopoldskanal. In die Modernisierung der Kläranlage investierte der Verband 2011 rund 4,5 Millionen Euro, weitere Investitionen folgen 2012. Damit steigen zwangsläufig auch die Gebühren.
Der Tischtennisverein wurde 35 Jahre alt und viele Gäste feierten Mitte November mit. Pünktlich zum Jubiläumsjahr holte die erste Mannschaft den Meistertitel ihrer Klasse. Seit zehn Jahren verfolgt der Kirchenbauförderverein seine satzungsgemäßen Ziele.
Arbeit gab es im Gemeindewald: Im April pflanzten 40 ehrenamtliche Helfer rund 2100 Eichensetzlinge. Im gleichen Monat begannen mit dem Rebschnitt die Vorbereitungen für den Jubiläumswein zur 1250-Jahr-Feier.
Personelle Wechsel gab es 2011 bei Forchheims Narren. Thomas Schlageter übernahm den Vorsitz des Fasnet-Kom-mit-hes (FFK) von Mike Gerber und mit Dorothee Herold haben die Schell-Mi erstmals eine Narrenvögtin.
Autor: rsz
