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10. Februar 2010
Forchheims Narren auf Safari quer durch Afrika
Farbenprächtige Hallenfasnet mit mehr als 80 Akteuren auf der Bühne und vielen wilden Tieren im Saal.
FORCHHEIM. Farbenprächtiger hätte die Narrenshow nicht sein können. Das Motto der diesjährigen Forchheimer Hallenfasnet lautete "Safari, Löwen, Dschungelbar – das Kom-mit-he und d’r Schellmi reisen durch Afrika"! Das Dorf der "tollen Knolle" stand während der mehr als vierstündigen Show ganz im Zeichen des schwarzen Kontinents. In der Halle wimmelte es nur noch so von Löwen, Hyänen, Affen, Elefanten und sonstigem wilden Getier. Mit dabei waren aber auch Großwildjäger und viele hübsche dunkelhäutige Frauen, die der Männerwelt den Kopf verdrehten. Hallendekoration und Kostümierung der Narren und ihrer Gäste passten perfekt zum Fasnetmotto.
Carola Weinmann vom Musikverein Forchheim hob den Taktstock und schon konnte die bunte Show beginnen. Unter den Klängen des Musikvereins kam das Kom-mit-he im verstaubten Jeep nach tagelanger Fahrt direkt aus dem Serengeti-Nationalpark angefahren. Aus dem afrikanischen Dorf "Patato-Kolumbu" hatten sie nicht nur den Häuptling "Bongula", sondern auch noch seinen halben Stamm mitgebracht. Kom-mit-he-Vorsitzender Mike Gerber, Schell-Mi-Vogt Frank Berger, Ober-Schell-Mi Jürgen Würtz sowie Moderator Thomas Schlageter hatten keinesfalls zu viel versprochen: Die "Afrika-Show" wurde zu einem Abend der Superlative voller Spaß und verbaler Aktionen. Die mehr als 80 Akteurinnen und Akteure, die das Programm gestalteten, liefen allesamt zu Hochform auf und boten Unterhaltung mit hohem Tempo. Forchheims Narren einschließlich des Kom-mit-he entpuppten sich dabei als wahre Verwandlungskünstler.
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Acht der jüngsten Schell-Mi hatten an dem Abend ihren großen Auftritt und legten einen perfekten Schell-Mi-Tanz auf die "Bretter". Eine Augenweide waren die acht Gardemädels bei ihrem "Can-Can". Schwungvoll, abwechslungsreich und alles andere als langweilig waren Sketche, Büttenreden und Vorträge. Die Narren schlugen eine "Brücke" zum Publikum mit ihren Darbietungen in aufwändig gearbeiteten Kostümen.
Keine Hallenfasnet ohne den "Heuler" (Hubert Ritter), der diesmal als gestresste "Huberta" für die Frauen unten im Saal Ratschläge parat hatte, wie Ehemänner zu züchtigen seien. Die frustrierte "Huberta" sieht in Männern ein globales Problem. Um diesem entgegenzuwirken habe sie selbst es mit Teppichklopfer und Wahlholz erfolgreich an ihrem "Eugen" ausprobiert.
Aber auch Michael Schmieder wusste in seiner Büttenrede über die Frauenwelt zu lästern und riet: "Merkt es euch, ihr Frauen. Der Mann ist keine Maschine, zwischendurch braucht er auch mal Vitamine!" Es folgte eine musikalische Nummer mit Gottfried Herold und Cornelia Biehle an der "Quetsche" sowie Christa Binder und Steffen Biehle am selbstgebauten Schlaginstrument als singende Clowns mit musikalischem "Dorfbläblä".
Keine Fasnet ohne "d’ Bott" (Mike Gerber). Direkt von den Gemeinde-Bekanntmachungen kam er mit Fahrrad und Schelle vor die Bühne angefahren. Ob Gemeinderat, Privatmann oder Vereinsmensch – der Bott verschonte bei seiner Narretei niemanden. Er machte sich seinen eigenen Reim auf so manches Missgeschickt seiner Mitmenschen, wobei auch die Geistlichkeit nicht ungeschoren davon kam. Kein Auge sollte bei diesem Vortrag trocken bleiben.
Auch der Tischtennisclub war auf Safari in Afrika – und zwar mit dem Ferrari. In Anlehnung an den letzt jährigen Showauftritt waren die Tischtennisspieler erneut auf TV-Sendung und präsentierten die lustige "Schlag den Ottmar Show Nummer". Da die Kameras schon mal liefen, sollten die Kameramänner vom Sportvereins-Ballett auch gleich noch einen rhythmischen Blues-Tanz aufzeichnen, der große Begeisterung auslöste. Schlag auf Schlag ging’s weiter. Die "Gsoddini 13", bekannt als Meister der schrägen Töne, die Gardemädels als Dschungeltänzerinnen und die Schell-Mi als "Afrika Tänzer" boten weitere Höhepunkte der Show.
Autor: Roland Vitt


