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09. Januar 2012

Geschichte und Erfolge

Neujahrsempfang in Forchheim: Unterhaltsames zur Historie und Ehrungen für Turnerinnen.

  1. So sehen Sieger aus: Manfred Gerber, Maja Kluth, Benita Braun, Lisa Gerber und Emily Würtz mit Bürgermeister Johann Gerber beim Neujahrsempfang in Forchheim. Foto: Christel Hülter-Hassler

FORCHHEIM. An der Jahreswende in festlichem Rahmen gemeinsam inne zu halten und Bürgern samt "Lokalprominenz" die Möglichkeit zu bieten, sich auf Augenhöhe zu treffen und auszutauschen – diese beiden Vorgaben hat der Neujahrsempfang der Gemeinde Forchheim am Dreikönigstag in der Festhalle erfüllt.

Feststimmung brachte der Musikverein Forchheim unter der Leitung von Elvira Nübling in die von der Frauengemeinschaft geschmückte Halle, in der Bürgermeister Gerber Vertreter der Politik, der Kirchen und örtlichen Vereine samt einer großen Schar interessierter Bürger begrüßen konnte. Das Jahr 2011 habe nicht viel Bemerkenswertes gebracht, so der Bürgermeister rückblickend. Nur neun Geburten könne er bilanzieren, gleichwohl deute er das als "Ruhe vor dem Sturm".

Vielversprechend sei das neue Jahr mit den Veranstaltungen zum 1250-jährigen Jubiläum. Die Ausführungen des Endinger Stadtarchivars Jürgen Simon zur Frühgeschichte von Forchheim fanden vor diesem Hintergrund großen Anklang.

Dank eines BZ-Artikels um Zweifel an der Echtheit der Urkunde aus dem Jahr 762 sei das Jubiläum in aller Munde, bezog sich Simon auf Leserbriefe und Diskussionen. Tatsächlich werde Forchheim erst in einer im Jahr 1121 erneuerten Schenkungsurkunde namentlich genannt. Mittelalterliche Ersterwähnungen ließen zwar auf das Jahr 762 schließen, doch berufe man sich auf das im Karlsruher Landesarchiv verwahrte notariell beglaubigte Dokument des Jahres 1457, dann wäre es eine schöne Idee, die 555 Jahre verbürgten Bestehens von Forchheim als Schnapszahl zu feiern, relativierte Simon die Spekulationen auf humorvolle Weise.

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Einige Begräbnisplätze ließen darauf schließen, dass "Forchheim etwa 100 Jahre älter ist, als wir feiern". Angesichts dessen und der Tatsache, dass mittlerweile nicht einmal mehr die alemannische Abstammung verbürgt sei, könne er den Forchheimern nur ein unvergessliches Jubiläumsjahr wünschen, beschloss Simon seinen Vortrag mit launigen Worten.

"Kaiserstühler Dreiklang" nennen sich drei Sänger aus Forchheim und Endingen, die ihr stimmungsvolles Debüt beim Neujahrsempfang gaben und dafür viel Beifall ernteten. Auch Pfarrer Remy Purzeau traf mit seinem geistlichen Zuspruch die Herzen der Anwesenden.

Die Turnerinnen machen seit Jahren Furore in Forchheim. Das sei in erster Linie Maja Kluth zu verdanken. "Sie hat 25 Jahre lang das Kinderturnen in Forchheim aufgebaut und ihm zu diesem Höhenflug verholfen", so der Bürgermeister. Mit der Verleihung der Ehrennadel würdigte Gerber die überaus erfolgreiche Tätigkeit der Übungsleiterin. In Abwesenheit sprach er dieselbe Ehrung auch Clemens Futterer zu, der 12 Jahre lang als Vorstand der "Gsoddini 13" fungierte.

Bei den Turnern sei 2011 wieder Wirklichkeit geworden, was im Fußball wohl nie zu schaffen sei, so der Bürgermeister. Benita Braun sei es gelungen, in der zweiten Bundesligamannschaft der TG Breisgau zu turnen und ihre Wettkämpfe allesamt auf Bundesebene zu bestreiten. Großen Erfolg habe auch Lisa Gerber als südbadische Meisterin und Badische Vizemeisterin einheimsen können. In diesem Jahr neu hinzugekommen in die Riege herausragender Turnerinnen sei Emily Würtz, die mit der Mannschaft Breisgau den ersten Platz belegt hat. Glückwünsche und einen Gutschein gab es auch für Manfred Gerber, der als Reiter beim Landesjugendcup in Meißenheim den ersten Platz belegt hatte.

Gerüstet auf die 2012 bevorstehenden Ereignisse präsentierte der Bürgermeister eine druckfrische Festschrift und den neuen Festwein. Obligatorisch war der Auftritt der Sternsinger.

Autor: Christel Hülter-Hassler