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07. Dezember 2011

Leserbriefe

1250-JAHR-FEIER 2012
Werden Jubiläum ordentlich feiern
Zum Beitrag (Authentisch oder manipulierte Kopie (BZ vom 3. Dezember) erreichten uns folgende Leserzuschriften:
Steinzeit oder Mittelalter, wir lassen uns das Feiern nicht vermiesen. Herr Haberer führt aus, dass die Jubiläen von Bahlingen, Burkheim, Forchheim und Riegel auf wackligen Beinen stehen, da die Echtheit der Urkunde, in der die Namen zum ersten Mal erwähnt werden, nicht mehr überprüft werden kann. Es wird Urkundenfälschung unterstellt, obgleich auch diese nicht nachweisbar ist. War das originale Testament gefälscht? Oder eine der Abschriften? Oder ist doch vielleicht alles echt? War Forchheim im gefälschten Original gar nicht erwähnt oder stand der Name erst in einer der nicht gefälschten Abschriften? Der Artikel ist voller Spekulationen, das heißt: Etwas Genaues weiß man nicht… Möglicherweise gab es schon eine Siedlungsgeschichte bis in die Steinzeit. Wer weiß das schon genau. Könnten wir vielleicht schon das 12 500. Jubiläum feiern? Bis zum Auffinden entsprechender Höhlenmalereien beziehungsweise der hieb- und stichfesten Beweisführung, dass das Testament des Bischofs Eddo tatsächlich gefälscht ist, halten wir – in dubio pro reo – an der Jahreszahl 762 fest und werden dieses Jubiläum in Forchheim ordentlich feiern. Kann sein, dass dabei der eine oder andere Bürger mit wackligen Beinen von einer der Feiern nach Hause geht...

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Jürgen Würtz, Forchheim

Keine Neuheit für Kenner der Materie
Authentisch oder nicht. Wir feiern trotzdem. Kurz vor "12" bemerkt Herr Haberer, dass Forchheim sowie Bahlingen, Riegel und Burkheim ihr 1250. Jubiläumsjahr möglicherweise zu Unrecht feiern, steht doch der Beweis für die Echtheit des Eddo-Testaments auf wackeligen Beinen. Tatsächlich ist dieser Sachverhalt schon lange bekannt und für Kenner der Materie keine echte Neuheit. Macht aber nichts. So erfährt nun auch der letzte Unwissende: Eine Abschrift von der Abschrift könnte eine echte Abschrift von einer echten Fälschung sein. Könnte aber auch eine Fälschung einer authentischen Vorlage sein. Wir wissen es einfach nicht. Aber nach allem, was wir wissen, ist zumindest die Abschrift von 1457 soweit authentisch, dass das Jahr ihrer Erstellung stimmen könnte. Richtig könnte auch sein, dass die darin erwähnten Orte zur fraglichen Zeit, also 762, existierten. Tatsache ist: Die Orte wurden 1457 schon erwähnt. Damit wäre 2012 ein 555-jähriges Jubiläum zu feiern. Irgendwie auch eine schöne Zahl. Also: Forchheim und die anderen Gemeinden werden 2012 feiern. Und die wackeligen Beine werden wir sicher auch mal haben. Ein herzliche Einladung schon mal von dieser Stelle an Herrn Haberer.

Christian Pickhardt, Forchheim

Autor: Jürgen Würtz, Forchheim