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18. Januar 2012

Liebeleien und Affären

Laienschauspieler der Forchheimer Landjugend sorgen mit Schwank für Heiterkeit.

  1. Szenen aus dem Theaterstück der Landjugend Forchheim. Foto: Roland Vitt

FORCHHEIM. In der Festhalle Forchheim herrschte Theateratmosphäre. Gleich zweimal, am Nachmittag bei der Kinder- und Seniorenvorstellung und am Abend in der Hauptvorstellung führten die Laienschauspieler der Forchheimer Landjugend (KLJB) den heiteren Schwank "Veilchenduft im Omnibus" von Erich Koch auf.

Unter der Regie von Stephania Asoro bereiteten Heiko Zoller als Erwin Schläfer, Amira Eckerle (Emma Schläfer), Sebastian Müller (Sohn von Emma und Erwin), Sebastian Gerber (Otto, Opa von Emma), Hannes Eckerle (Rolf Taube), Simon Werneth (Karl Notdurft), Mareen Weis (Klara von Geldig), Katharina Berger (Ramona, Opas Internetbekannte) sowie Lisa Binder (als Sabine Klick und Reporterin) ihrem Publikum einen heiteren Theateraband. Alle Mitwirkenden hatten sichtlich Spaß daran, die Handlungsfäden zu spinnen, zu verwirren und die Geschichte letztendlich aufzulösen. Die Schauspieler zeigten sich als wahre Verwandlungskünstler, immer wieder erschienen sie in anderen Rollen.

Eine Hauptrolle in dem Schwank fiel Opa Otto zu, der in späten Jahren noch einmal seine Wirkung auf das andere Geschlecht ausprobieren wollte und dabei weder vor dem Friedhof, noch vor dem Internet halt machte. Auch die anderen Familienmitglieder hatte sich in Liebeleien und Affären verstrickt. Es wurde wurde kreuz und quer geflirtet und gebaggert, was das Zeug hielt, sehr zum Amüsement der Zuschauer. Opa Otto zog alle Register seines Könnens, um an eine Frau zu kommen. Sein beliebtestes Tarnungswerkzeug war die alte Gießkanne, mit der er auf den Friedhöfen herumschlich und so tat, als pflege er die Gräber seiner verstorbenen Angehörigen. In Wirklichkeit wollte er sich an eine junge, reiche Witwe ranmachen. Er versuchte es aber auch im Internet. Die Turbulenzen nahmen ihren Lauf. Als dann auch noch Karl Notdurft, ein gesuchter Heiratsschwindler auftauchte, schien alles aus den Fugen zu geraten. Zu allem Unglück wurde Emma, die am Wettbewerb einer Zeitschrift teilgenommen hatte, auch noch zur Hausfrau des Jahrs gekürt. Um die Prämie in Empfang nehmen zu können, muss sie der Reporterin Sabine Klick die erfundene Monsterfamilie präsentieren. Opa Otto findet nach mehreren Fehlversuchen schließlich eine geeignete Partnerin.

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Autor: Roland Vitt