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03. Februar 2010
Närrisches Spektakel mit Witz und fast ohne Männer
Rund 250 Gäste kommen zur Forchheimer Frauenfasnet in die Festhalle / Fetzige Musik und unterhaltsame Auftritte
FORCHHEIM. Von Frauen und nur für Frauen – mit Freude und einem gewissen Stolz schauen die katholischen Frauenverbände auf die lange Tradition der Frauenfasnet, auch die Kfd-Frauen in Forchheim. Ihre Fasnet genießt längst einen guten Ruf in der Region und so konnten die Programmgestalterinnen am Sonntagabend in der Festhalle einmal mehr mit rund 250 Frauen jeglichen Alters feiern. Die Männerwelt und insbesondere Bürgermeister Johann Gerber und die versammelte Geistlichkeit in Person der Pfarrer Ekkehard Baumgartner und Emerich Sumser sowie Georg Mattes und Martin Hipp bekamen dabei so richtig ihr Fett ab.
Im Lauf der Jahre haben sich eine große Anzahl fester Typen etabliert. Mehr als 70 Akteurinnen gestalteten die Frauenfasnet. Die Narrenshow 2010 brachte aber auch viele neue Gesichter hervor. Einen guten Griff tat man auch mit dem Engagement von Alleinunterhalter Dieter Fross.
Ein wunderschönes Bild bot sich beim Blick in den voll besetzten Saal. Phantasievolle Verkleidung und Ausstaffierung und durchweg fröhlich lachende Gesichter. Und in Vorfreude auf das 18 Auftritte umfassende Programm, erstellt unter der Regie von Petra Lösch, Gesine Hesse und Dorothea Werneth, wurde da und dort bereits geschunkelt.
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Gesine Hesse und Dorothea Werneth führten mit viel Witz durch das fast vierstündige Programm. Für den stimmungsvollen Auftakt sorgten "Christel und Christine Lösch" mit ihren fünf Musikerinnen der "Samba-Steelband" – Musik, die Schneetreiben und Kälte vergessen ließ. Und dann folgte schon eine Premiere: Der Forchheimer-Frauen-Familienchor ließ aufhorchen. An der Gitarre begleitet wurden die "FFC-Damen" von Leichtmatrose Georg Mattes.
"Wenn Frau eine Reise macht – oh je, oh je", klagte Anneliese Binz, die mit Enkelin Jessica auf Reisen gewesen war und nun ihre Erlebnisse schilderte. Zum 70. Geburtstag hatte man ihr ein Wellness-Wochenende geschenkt. Schon beim Fahrkartenkauf wurde sie das erste Mal reingelegt. Dann das Martyrium im Wellnesshotel und zu allem Übel habe die "Gurkenmaske", die sowieso nichts taugte, auch noch viel Geld gekostet.
Die Gardemädels beeindruckten beim Tanz der "grünen Feen", ehe Neues aus dem Arztwartezimmer folgte. Dorothea Werneth verbreitete als "Die Feinschmeckerin" kräftigen Knoblauchduft.
Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern aus der Sicht eines Narren versuchte Georg Mattes in dem musikalischen Vortrag "Der kleine Unterschied" zu erklären. Und dann kamen Gertraud Huber Held und Liesel Strudel. Kaum in der Bütt ging’s auch schon los. Sie widmeten sich dem Oma-Dasein in Forchheim angesichts des Baby-Booms, den der Ort erlebe. Auch über das Endinger "Pfarrhaus-Kleeblatt" berichteten sie – und über eine vergessene Taufgesellschaft.
Nach einer Schunkelrunde machten die "Gsoddini 13 Frauen" als "scheinheilige Engelsgestalten" Ramba-Zamba. Nach der Pause gab’s einen Schell-Mi-Tanz und Gesine Hesse und Petra Lösch im Sketch "Computer-Hotline", gefolgt von einem musikalischen Vortrag vom Treff junger Frauen. "Schweinisches" präsentierten die Geistlichkeiten, die Feuerwehrfrauen stellten die Narren in einem "Wissens-Sketch" auf die Probe und die FFC-Damen sangen "Frauen regieren die Welt", ehe sich alle Akteurinnen und Akteure nochmals zum großen Finale versammelten.
Autor: Roland Vitt
