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28. November 2011

Schlagkräftig und schnell

Forchheimer Feuerwehr überzeugt bei Jahreshauptübung / Gefahrenpotenzial Gasflaschen.

  1. Ein „Verletzter“ wird von Forchheimer Feuerwehrleuten ins Freie und in Sicherheit gebracht. Foto: Roland Vitt

FORCHHEIM. Brand in der Kfz-Werkstatt mit mehreren Verletzten – so lautete die Ausgangslage bei der Jahreshauptübung der Feuerwehr Forchheim am Samstagnachmittag. Schauplatz war der Betrieb von Sven Schieble an der Ranzenstraße 25 a. Aufmerksam beobachteten Bürgermeister Johann Gerber, Gemeinderäte, Alterskameraden sowie zahlreiche Forchheimer Bürger, wie die Feuerwehr das Aufgabenspektrum bewältigte.

Der Hausbesitzer hatte per Telefon der Leitstelle Emmendingen mitgeteilt, dass in der Werkstatt ein Brand ausgebrochen sei. Um 15.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr über Funkmeldeempfänger alarmiert und gleichzeitig Sirenenalarm ausgelöst. Sieben Minuten später rückte das voll besetzte Löschfahrzeug LF8/6 aus. Der Mannschaftstransportwagen (MTW) folgte kurz darauf. Am Einsatzort angekommen, begann unter Einsatzleitung von Reinhold Eckerle sofort die Suche unter Atemschutz nach den vermissten Personen, keine leichte Aufgabe in der völlig verrauchten Werkstatt. Ein Verletzter irrte draußen herum. Da laut Übungsannahme in der Werkstatt mindestens noch zwei Personen vermisst waren – die "Opfer" mimten wieder die Notfalldarsteller des DRK Endingen – galt es, diese Personen schnell zu finden. Der Zugang zur Werkstatt gelang zunächst nur durch eine Tür, da das Rolltor sich wegen Stromausfalls nicht öffnen ließ. Die Schlauchleitung vom Verteiler zum Löschfahrzeug war schnell aufgebaut. Unter Einsatz des Druckbelüfters konnten die ersten Trupps in die Werkstatt vorrücken. Bald waren die beiden Verletzten aus der Gefahrenzone geborgen und wurden den sechs Helfern des DRK Endingen-Forchheim unter Leitung von Bereitschaftsleiter Sebastian Kopp und Johannes Bons übergeben. Der Verbandsplatz war unweit des Brandplatzes eingerichtet.

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Als sich das Rolltor schließlich öffnen ließ und das Feuer gelöscht war, offenbarte sich noch ein ganz anderes Gefahrenpotential: Gasflaschen – laut Übungsannahme bereits stark aufgeheizt. Ihrer nahm sich die MTW-Besatzung mit Gruppenführer Johannes Binder an. Die Gasflaschen wurden geborgen und in sicherer Entfernung mit Löschwasser gekühlt.

Zur Übungsnachbesprechung traf man sich im Mannschaftsraum des Feuerwehrhauses, wo Kommandant Gebhard Stöcklin alle Gäste begrüßte. Einsatzleiter Reinhold Eckerle schilderte nochmals die Lage und resümierte, die anstehenden Aufgaben seien gut gelöst worden. Bürgermeister Johann Gerber zeigte sich auch im Namen des Gemeinderats beeindruckt von Schlagkraft und Schnelligkeit der Forchheimer Feuerwehr sowie des DRK. 27 Feuerwehrleute beteiligten sich an der Jahreshauptübung, darunter auffallend viele jüngere.

Autor: Roland Vitt