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06. Februar 2010

Schon wieder Kind von Auto angefahren

Hinter Bus über Straße gerannt.

FORCHHEIM (BZ). Wie Tags zuvor in Kenzingen ist es am Donnerstag nach Schulschluss in Forchheim erneut zu einem Unfall gekommen, bei dem ein 6-Jähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, stieg das Mädchen gegen 12.20 Uhr an der Haltestelle in der Forchheimer Straße aus dem Schulbus aus. Anschließend sei es "direkt hinter dem Bus unvorsichtig über die Straße gerannt." Eine nach Zeugenangaben sehr langsam fahrende Autofahrerin, die in Richtung Wyhl unterwegs war, konnte den Zusammenstoß dennoch nicht mehr verhindern. Das Schulkind hat schwere, aber nach momentaner Kenntnis nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit.

Bereits am Mittwoch war ein 13 Jahre altes Mädchen in Kenzingen unvorsichtig über die Straße gerannt und von einem Auto angefahren worden. Auch sie wurde schwer verletzt. Inwiefern den beteiligten Autofahrern bei solchen Unfällen ein Mitverschulden vorzuwerfen ist, lasse sich meist erst im Laufe der polizeilichen Unfallermittlungen sagen.

Die Polizei rät Eltern, die Situation um die aktuellen Geschehnisse dazu zu nutzen, um mit ihren Kindern die Gefahren beim Überqueren der Straße intensiv zu thematisieren. Eine Straße sollte nie rennend überquert werden. Das gilt auch für Erwachsene, an welchen sich Kinder gerne orientieren.

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Auch den Autofahrer gilt ein Appell: Sie müssen insbesondere dort, wo sich Kinder am Straßenrand aufhalten, extrem vorsichtig und aufmerksam fahren. In manchen Fällen ist es erforderlich, oder sogar vorgeschrieben, anzuhalten oder zumindest auf Schrittgeschwindigkeit (etwa 7 km/h) zu reduzieren. An Haltestellen von Schulbussen gilt, dass Autofahrer, die in gleicher Richtung wie der Bus fahren, nicht an einem Schulbus vorbeifahren dürfen, solange dieser sein Warnblinklicht eingeschaltet hat. Im Gegenverkehr darf höchstens in Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden.

"Wer zu schnell, zu unvorsichtig, gedankenlos, oder leichtfertig an Kindern vorbei fährt, riskiert deren Leben, weil insbesondere Kinder schnell mal auf die Straße treten können", heißt es im Bericht der Polizei abschließend.

Autor: bz