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15. Dezember 2011

Zweifel an der Brunnenleistung

Forchheim verschiebt Vergabe.

FORCHHEIM (iwi). Welche Leistung muss der neue Löschwasserbrunnen bringen? Darüber war sich der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung nicht ganz sicher. Deshalb wurde die Vergabe der Arbeiten für den Brunnen vertagt.

Eigentlich war das Thema in einer zurückliegenden Gemeinderatssitzung bereits abgehakt und für die Ausschreibung beschlossen. Nun lagen vier Angebote von laut Verwaltung bekannten, zuverlässigen und erfahrenen Brunnenbauern aus der Region vor. Das günstigste Angebot kam auf rund 33 000 Euro. Damit lag man im veranschlagten Kostenrahmen von 40 000 Euro. Der Brunnen soll eine Leistung von 800 Litern in der Minute bringen und nach Fertigstellung in einem eineinhalbstündigen Pumpversuch auf seine Leistungsfähigkeit getestet werden.

Der Löschwasserbrunnen ist nötig, weil das allgemeine Leitungsnetz nicht ganz an die Leistungen herankommt, wie sie die Feuerwehr braucht. Nun äußerten Andreas Gerber und Eberhard Weis Bedenken, dass auch der neue Löschwasserbrunnen den Anforderungen nicht gerecht werde. Sie argumentierten, die Überlandhilfe aus Endingen brauche eine Brunnenleistung von 1600 Litern pro Minute. Hauptamtsleiter Michael Kindler zeigte sich verwundert über die unvermuteten Bedenken. Er verwies darauf, dass das Projekt mit der Badenova im Rat bereits vorgestellt, für ausreichend befunden und beschlossen worden sei. Die Überlandhilfe müsse mit ihren Schläuchen an die Hydranten. Wenn doch mit der Kapazität der Überlandhilfe aus dem künftigen Löschwasserbrunnen Wasser gezogen werde, brauche es eben einen guten Maschinisten, falls seine Pumpe im Löschfahrzeug mehr fordert als der Brunnen hergibt, so Kindler. Bürgermeister Johann Gerber verwies darauf, dass es sich nur um eine Ergänzung für das bestehende Leitungsnetz handle. Trotzdem verschob er nach dem Mehrheitswillen die Entscheidung in den Januar. Bis dahin soll geklärt werden, ob die ausgeschriebene Kapazität ausreicht.

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Autor: iwi