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18. Februar 2012

FRAGEN SIE NUR!: Des Eises Kern

Wieso gefrieren Wasserflaschen

manchmal spontan? Dahinter steckt ein interessantes physikalisches Phänomen. Wasser gefriert bei null Grad nämlich keineswegs zwingend zu Eis. Damit es in seinen festen Aggregatszustand übergehen kann, braucht es ebenso wie Schneeflocken einen Kristallisationskeim. Als Auslöser für die Eisbildung können kleine Schmutzteilchen dienen, aber auch raue Stellen oder Kratzer im Gefäß. Lässt man eine Flasche mit sehr reinem Mineralwasser über Nacht im Auto liegen, findet man den Inhalt am nächsten Morgen manchmal flüssig vor, obwohl die Temperatur weit unter null Grad gefallen ist. Mangels eines Ausgangspunktes hat sich dann statt Eis unterkühltes Wasser gebildet. Dreht man den Verschluss jetzt auf, sprudeln Gasblasen auf – und bieten einen idealen Startpunkt für die Kristallisation. Wie kalt es sein muss, damit Wasser auch ohne externen Auslöser gefriert, fand die US- amerikanische Chemikerin Valeria Molinero von der University of Utah in Salt Lake City letztes Jahr heraus: minus 48 Grad Celsius. Noch Fragen? Fragen Sie nur! Per Postkarte an die

Badische Zeitung, Basler Straße 88, 79115 Freiburg oder per E-Mail an fragen@badische-zeitung.de

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Autor: jom


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