Atomkraftwerk

Frankreich stellt Pläne für die Zeit nach Fessenheim vor

Sebastian Wolfrum

Von Sebastian Wolfrum

Mo, 12. März 2018 um 17:48 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Fessenheim soll schließen, im Elsass fallen tausende Arbeitsplätze weg. Die Pläne für die Post-Fessenheim-Phase werden hingegen immer konkreter. Ohne Deutschland werden sie nicht funktionieren.

Frankreich denkt an die Zeit nach der Schließung des Atomkraftwerks in Fessenheim. Um den Wegfall der Arbeitsplätze und der Energie zu kompensieren, gibt es inzwischen immer konkretere Pläne. Brigitte Klinkert, die Präsidentin des Conseil Départemental du Haut-Rhin, hat die Vorhaben am Montagnachmittag im Ausschuss für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit vorgestellt.

Die Pläne sehen etwa vor, dass im Norden des Atomkraftwerks, entlang des Rheins, ein 200 Hektar großes deutsch-französisches Industriegebiet entstehen soll. Dort soll auch ein Forschungszentrum gebaut werden, ein Schwerpunkt soll Technik für autonomes Fahren sein.

"Wir machen es gemeinsam, oder wir machen es nicht" Brigitte Klinkert
Das Industriegebiet soll eine gute Infrastrukturanbindung erhalten. Klinkert sprach von der direkten Zugverbindung zwischen Colmar und Freiburg. Die Pläne ließen sich nur mit der deutschen Seite verwirklichen. "Wir machen es gemeinsam, oder wir machen es nicht", so Klinkert.

Sie sagte, dass sowohl der französische Umweltminister als auch der Staatspräsident großes Interesse für das "Projekt Post-Fessenheim" signalisiert hätten. Den Strukturwandel anzugehen, könne zu einem Symbol werden. Beschlossen ist das Projekt noch nicht.

Fest steht, dass das Atomkraftwerk geschlossen werden soll, wohl bis 2019. Die wirtschaftlich schwache Region verliert Tausende Arbeitsplätze. Über die Details der Sitzung wird noch berichtet.

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