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25. Mai 2009 14:59 Uhr

Dreistündige Rettungsaktion

Frau in WC-Abflussrohr in Offenburg eingeklemmt

Missgeschick am Sonntagmittag: Nach dem Benutzen einer Stehtoilette ist eine 34-jährige Frau in Offenburg ausgerutscht und mit dem Bein im Abflussrohr stecken geblieben. Die Feuerwehr befreite sie in einer dreistündigen Rettungsaktion.

Am Sonntagmittag trauten die Beamten des Polizeireviers ihren Ohren nicht, als sie einen Notruf der besonderen Art erreichte. Eine 34-jährige Frau meldete verzweifelt ihre Lage, denn sie steckte mit einem Bein im Toilettenabflussrohr und konnte dieses weder vor noch zurück bewegen. Diese Meldung erzeugte zunächst großes Erstaunen bei den Beamten, aber aufgrund der mitleiderregenden Stimme fuhren sie sofort zu der angegebenen Adresse. Dort bestätigte sich das zuvor am Telefon geschilderte Missgeschick der Frau. Sie steckte tatsächlich mit ihrem linken Bein bis auf Höhe des Knies im Abflussrohr und das Bein ließ sich keinen Zentimeter mehr bewegen. Bei der Toilettenanlage handelt es sich um eine sog. Stehtoilette. Die Frau erklärte den Polizisten, dass sie nach Verrichtung ihrer Notdurft die Anlage wieder verlassen wollte, hierbei aber ausrutschte und mit ihrem linken Fuß in das Ablussrohr rutschte. Durch das eigene Körpergewicht rutschte sie bis zum Knie hinein. Die Beamten wussten zunächst nicht weiter und riefen deshalb die Feuerwehr zur Unterstützung herbei. Die Feuerwehrmänner bauten den unter der Anlage befindlichen Syphon ab und versuchten durch Gegendrücken das Bein der Frau nach oben zu drücken, was jedoch nicht gelang. Bei jeder kleinsten Bewegung schrie die Frau vor Schmerzen auf. Der herbeigerufene Notarzt narkotisierte die Frau leicht, um die Befreiungsversuche der Feuerwehrmänner zu unterstützen, was jedoch ebenfalls erfolglos blieb. Jetzt blieb nur noch eins übrig, die komplette Toilettenanlage musste ausgebaut und aus dem Fußboden herausgerissen werden. Mit Blechscheren und einer Trennscheibe wurde das jetzt frei liegende Abflussrohr aufgetrennt , um so an das eingeklemmte Bein der Frau heranzukommen. Nach ungefähr drei Stunden konnte die jetzt wieder glückliche Frau aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Zur weiteren Behandlung ihrer Blessuren musste sie ins Klinikum eingeliefert werden.

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Autor: bz