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18. August 2012 00:10 Uhr

Scripted Reality

Frau klagte erfolgreich gegen RTL 2 -Serie "Frauentausch"

Das Landgericht Berlin hat die erneute Ausstrahlung einer Folge der RTL-2-Serie "Frauentausch" untersagt – weil eine Mitwirkende gezielt lächerlich gemacht worden ist.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung gab das Gericht damit der Klage einer Frau statt, die in der Serie mitgewirkt hatte und sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt sah. Sie sei in der Sendung "gezielt lächerlich gemacht" worden, befand das Berliner Landgericht.

Das Gericht untersagte der Produktionsfirma bei Androhung eines Ordnungsgeldes, die bereits ausgestrahlte Folge selbst oder durch Dritte erneut zu verbreiten. Zwar habe die Frau ihre Einwilligung zur Mitwirkung an der Serie gegeben. Dabei sei jedoch von einer "TV-Dokumentations-Serie" die Rede gewesen. Tatsächlich seien die Aufnahmen dann aber so nachbearbeitet worden, dass die Klägerin gezielt lächerlich gemacht worden sei. Sie sei "als überforderte und geistig verwirrte, bei ihren Kindern unbeliebte Mutter der praktisch veranlagten, sympathischen und ordentlichen Tauschmutter gegenübergestellt" worden. Mit "derartigen nachträglichen Bearbeitungen zum ausschließlichen Zweck der Verspottung" habe die Frau nicht rechnen müssen.

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Autor: epd