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21. Mai 2012

0:3 im letzten Heimspiel

Freiburgs Erstliga-Fußballerinnen unterliegen Essen-Schönebeck.

FREIBURG. Auch an das letzte Heimspiel dieser Saison werden sich die Erstliga-Fußballerinnen des SC Freiburg nicht unbedingt gerne erinnern. Sie fügten der Serie ihrer Niederlagen in jüngster Zeit eine weitere hinzu. Vor nur 215 Zuschauerinnen und Zuschauern mussten sie sich am Sonntag der SG Essen-Schönebeck mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Am Pfingstmontag werden sie die Spielzeit 2011/2012 beim FF USV Jena beenden.

"Wir haben selten das gezeigt, was uns in der Vergangenheit so stark gemacht hat", sagte SC-Coach Milorad Pilipovic über das Geschehen zumindest bis zur Halbzeit. Laufbereitschaft, Kombinationsspiel, Einsatzfreude und Aggressivität – all das vermisste der Trainer bei seinen Fußballerinnen, und er sprach damit ein hartes Urteil über sie. Pilipovic hätte an dieser Stelle auf die lange Verletztenliste verweisen können, aber er ließ seinen Gefühlen freien Lauf: "Ich bin sehr, sehr enttäuscht." Dabei hatten seine Frauen zumindest in der zweiten Halbzeit einiges versucht, um die 1:0-Führung der Gäste durch Charline Hartmann in der 18. Minute noch auszugleichen. Optisch erspielten sie sich phasenweise eine Überlegenheit, die zwingend in ein Tor hätte münden müssen: Doch gleich zwei Mal traf der Ball nur die Latte. Als das Spiel dann nach einer langen Unterbrechung – Essens Torhüterin Uschi Holl lag verletzt am Boden – unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit wieder aufgenommen wurde, kam es noch knüppeldick für die Freiburgerinnen. Erst erhöhte Caroline Hamann zum 2:0 aus Sicht der Gäste (90.), und dann schoss die Essener Angreiferin Charline Hartmann in der achten und letzten Minute der Nachspielzeit sogar noch das 3:0.

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Pilipovic konnte einmal mehr dem lieben Gott danken, dass die SC-Frauen eine glänzende Hinrunde gespielt und sich auf diese Weise schon weit genug von den Abstiegsrängen entfernt hatten. "So wie wir in einigen Spielen der Rückrunde aufgetreten sind, ist das nicht die Art von Fußball, die wir spielen wollen und auch können." Binnen weniger Wochen rutschte der SC so noch vom fünften auf den achten Tabellenplatz ab.

Der SC spielte mit: Benkarth, Boschert, Abbé, Igwe, Nowak (46. Wendlinger), Leupolz, Maier, Makanza, Schmid, (46. Gidion), Däbritz, Höfflin (71. Zirnstein).

Autor: Andreas Strepenick