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30. Mai 2009

Angeln ist schon ein Geduldsspiel

Der Angelsportverein Freiamt hat die Saison für jedermann eröffnet und gibt Hilfestellung.

FREIAMT (piz). Petri Heil, heißt es künftig jeden Sonntagvormittag am Fischweiher in Keppenbach. Der Angelsportverein hat die Angelsaison für jedermann eröffnet. Der Fischweiher, direkt am Brettenbach gelegen, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, lockt jedes Jahr viele Hobby-Angler und wird mit Frischwasser aus dem Brettenbach gespeist.

Wer Lust hat zum Angeln, sollte einfach mal mit einer Angel unter dem Arm zum Angelweiher spazieren. Dort sind geübte Angler des Angelsportvereins Freiamt, die Tipps und Hilfestellungen geben, damit auch ein Fisch anbeißt. Das Angeln ist kostenlos, nur das Gewicht der gefangenen Fische muss bezahlt werden.

Eine frisch gegrillte oder geräucherte Forelle kann sehr lecker sein – zumindest schwärmt jeder Angler davon. Auch der 20-jährige Fabian Kern; er ist Mitglied des Angelsportvereins und hat seinen Freund Daniel Prinzen zum Angeln mitgebracht. Der hatte noch nie geangelt und bereits nach 20 Minuten die erste große Forelle an der Angel. "Du darfst die Angel nicht über den Kopf werfen, lang lassen und nach vorne seitlich mit Schwung werfen", so Fabian Kern. Erst wollte es einfach nicht klappen, die dünne Angelschnur verhedderte sich und landete ganz woanders. "So einfach ist das alles gar nicht", meint genervt Daniel. Dann ist auch noch der Köder weg. Das macht aber nichts, denn als Köder dienen mangels Würmern und Schnecken kleine Kugeln aus Brot geformt. Es ist schon ein Geduldsspiel, das Angeln, aber wie der Vorsitzende Andreas Schillinger erzählt, sei es mehr als beruhigend und erholsam, man könne abschalten vom Stress des Alltags und seinen Gedanken nachhängen: Ein Sport zum Relaxen. Übrigens: Bei sehr schwülem Wetter beißen die Fische seiner Erfahrung nach nicht.

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Auf der anderen Seite des Angelweihers steht der elfjährige Lukas mit seinem Vater. Sie haben Schnecken zum Angeln und Lukas ist ganz stolz auf die drei geangelten Forellen, die innerhalb kurzer Zeit angebissen haben. Eigentlich wollten die beiden es nur mal ausprobieren, um bei dem sonnigen Wetter ein wenig in der Natur sein zu können. Nun freuen sie sich auf ein zünftiges Fischessen. Lukas freut sich immer, wenn ein Fisch an der Angel hängt, er zieht ihn auch heraus, aber das Weitere überlässt er seinen Vater. Ein kräftiger Schlag auf den Kopf der Forelle, das sagt ihr gar nicht zu, größere Fische werden mit einem Stich ins Herz getötet.

Großer Jubel auf der anderen Seite des Fischteiches, dort hat ein riesiger Karpfen angebissen. Die Angelschnur ist zu schwach, um ihn aus dem Teich zu ziehen. Mittels eines großen Netzes wird er aus dem Wasser gehievt. Vorsichtig entfernt Lukas den Haken aus dem Rachen des Karpfens, denn er wird wieder in den Teich gesetzt; da die Karpfen gerade laichen, haben sie Schonzeit. Gegen Mittag kommen immer mehr Angler, meist Väter und Großväter mit ihren Sprösslingen.

Die Mitglieder des Angelsportvereins freuen sich über die zahlreichen Hobby-Angler, denn das bringt etwas Geld in ihre Kasse und dies benötigen sie, um jedes Frühjahr den Angelweiher wieder mit jungen Fischen zu besetzen. Und sie hoffen auf neue Mitglieder, denn sie sind derzeit nur zehn aktive Angler.

Info: Jeden Sonntag findet am Fischweiher in Keppenbach von 9 bis 12 Uhr das "Jedermann-Angeln" statt.

Autor: piz