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23. Januar 2012
Kein Mangel an Nachwuchs
Die Feuerwehr Freiamt ist fest in der Bevölkerung verankert / Lob für den Leistungsstand.
FREIAMT. Wie sehr die Menschen in Freiamt ihre Feuerwehr schätzten, lässt sich an den vielen Spenden ablesen. Etwa 25 000 Euro kamen allein im vergangenen Jahr für die Finanzierung des Mannschaftstransportwagens zusammen. Darauf hob Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench in der Jahresversammlung der Feuerwehr am Freitagabend im Gasthaus Sonne in Ottoschwanden ab.
Die Bürgermeisterin dankte allen aktiven Wehrmännern, der Jugendfeuerwehr und den Mitgliedern der Altersabteilung für ihre Einsätze in allen Bereichen. Bei den 16 Einsätzen und den 16 Übungen des vergangenen Jahres habe sich erneut gezeigt, dass das Üben Früchte trage und die Wehrmänner immer professioneller werden. Die verbindende Klammer sei die Kameradschaft.Um den Nachwuchs muss sich die Freiämter Wehr in der nächsten Zeit wohl keine Sorgen machen. Zwar fehlt der Jugendfeuerwehr seit einem Jahr ein Jugendwart, doch es haben sich Betreuer gefunden, die die Aufgaben unter sich aufgeteilt haben. Michael Meier berichtete von einem gelungenen Jahr. Erfolgreich wurde am Pokalwettkampf und am Jugendfußballturnier teilgenommen. Eine gelungene Herbstübung und interessante Proben gab es. Fünf Jugendliche wurden in die aktive Wehr übernommen: Andreas Kern, Dennis Grafmüller, Dennis Bühler, Roman Grafmüller und Tobias Selinger.
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Freudig wurde registriert, dass der Gemeinderat inzwischen das Führerscheinproblem gelöst hat. "Eine gut funktionierende Jugendarbeit braucht auch Betreuer, die die Feuerwehrfahrzeuge fahren dürfen", so Meier. Den Jugendfeuerwehrbericht trugen Joschua Scheer und Nico Huber vor. Sie verwiesen auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz und listeten zahlreiche Aktionen auf, die den Zusammenhalt der Gruppe verstärkt hatten. Die Jugend bedankte sich bei Spendern, Helfern und Betreuern: "Wir wissen selbst, dass wir nicht immer ganz einfach zu handhaben sind."
Der Bericht des Kommandanten Frank König zeigte, dass die Wehr bei Einsätzen eine deutliche Steigerung verzeichnen konnte. König berichtete unter anderem von einem Wohnungsbrand und dem Feuer auf einem begrünten Dach, das von Funken einer Hackschnitzelheizung entzündet worden war. Einige "tierische" Einsätze gab es auch: darunter die Rettung eines blinden und dementen Hundes. "Mir war bis dahin nicht bewusst, dass es demente Hunde gibt, aber man lernt ja nie aus", so der Kommandant. Erfolgreich waren auch die Gemeinschaftsübung mit der Sexauer Wehr und die Herbstübung an der Schule in Reichenbach. Dazu kam die Aus- und Weiterbildung.
Der stellvertretende Kommandant und Schriftführer Ralf Moser informierte ausführlich über alle Übungen, Einsätze, Tätigkeiten und Jubiläen. Die Feuerwehr hat 52 aktive Mitglieder und 18 Mitglieder in der Altersabteilung. Kommandant König bedankte sich bei der Bürgermeisterin, dem Gemeinderat und allen für ihren Einsatz.
Zu Berichten der Kassenwarte Siegfried Bühler und Timo Hauber (Jugend) gab es keinerlei Beanstandungen. Angeschlossen hat sich die Versammlung des Vereins zur Förderung der Feuerwehr.
Ehrungen: Wilhelm Grafmüller (60 Jahre), Ernst Reinbold und Richard Reinbold (55 Jahre), Gottlieb Reinbold (45 Jahre), Ernst Hepp (40 Jahre) und Georg Scheer (35 Jahre).
Beförderungen: Per Handschlag wurden zehn Mitglieder, darunter sieben Jugendliche, zum Feuerwehrmann befördert: Dennis Bühler, Ralf Sillmann, Manuel Sillmann, Achim Gerber, Andreas Kern, Kevin Meier, Fabian Reinhold, Tobias Selinger, Dennis Grafmüller und Roman Grafmüller.
Autor: Pia Grättinger
