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10. Januar 2012

Kirche und Gemeinde sind "auf Kurs"

Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinden Freiamt: positiver Rückblick und hoffnungsvoller Ausblick.

  1. Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Freiämter Gemeinde kamen am Sonntag zum Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinden zusammen. Foto: Pia Grättinger

FREIAMT. Seit mehr als zehn Jahren gibt es in Freiamt den Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinden. Dabei treffen sich keineswegs nur kirchlichen Vertreter, sondern auch die der Politik, an der Spitze Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench, dazu Vertreter aus dem öffentlichen Leben wie der Schule, karitativer Einrichtungen, der Vereine, der Jugend sowie zahlreiche Bürger.

Jedes Jahr lädt eine andere Kirchengemeinde zum Neujahrsempfang ein. In diesem Jahr die Kirchengemeinde Keppenbach/Reichenbach. Der Empfang begann mit einem zentralen Gottesdienst in der Mußbacher Kirche, den Pfarrerin Adelheid Binder hielt. Den anschließenden Empfang hatte Dagmar Buderer, die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, mit ihrem Team vorbereitet. Sie begrüßte die Gäste, überbrachte Neujahrsgrüße und gab einen Überblick über die Aktivitäten, mit denen weiterhin der Zusammenhalt der Kirchengemeinde Keppenbach/Reichenbach forciert werden soll. Das Motto dafür heiße: "Die Kirche bleibt im Dorf".

Buderer skizzierte außerdem die zurzeit etwas desolate Haushaltslage der Kirchengemeinde, weshalb einiges ins Leben gerufen worden sei, das nicht nur das Gemeindeleben beleben, sondern auch etwas Geld in die Kasse bringen soll. Einige Festtagsgottesdienste seien verändert und in die Keppenbacher Kirche verlegt worden, um in der Reichenbacher Kirche Energiekosten zu sparen. Gegründet wurde deshalb auch der Förderkreis. "Wir hoffen, dass wir dadurch das Kirchen- und Gemeindeschiff auf Kurs halten können", sagte die Vorsitzende.

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Über die Jugendarbeit im Ort informierte Felix Buderer. Er rief die Anwesenden auf, weiterhin in die Kinder und Jugendlichen zu investieren. Es lohne sich. Er selbst habe dies kennengelernt und aus stressigen Kids würden meist ganz normale Jugendliche, sagte Buderer, der den Jugendkreis leitet.

Einen Blick zurück warf Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench, um so einen Übergang zu neuen Herausforderungen herzustellen. "Wir sind mit unserer Gemeinde auf einen guten Weg, denn vieles, was im vergangenen Jahr geschehen ist, war äußerst erfreulich, die andere ,Wahrheit’ ist, dass es in unserer Gemeinde nicht möglich ist, große Investitionen aus eigener Finanzkraft zu finanzieren, so dass bei der Sanierung der Schule die Verschuldung wieder auf drei Millionen Euro angestiegen ist", erläuterte die Bürgermeisterin. Jedoch jetzt seien für die Schule alle Voraussetzungen geschaffen, um auf eine Genehmigung als Werkrealschule zu hoffen, Dann sei der Rahmen ausgenutzt. Nun liege es an den Eltern, mit ihrer Entscheidung ihre Haltung zu einem guten Bildungsangebot zu bestätigten. "Die Gemeinde hat für die Schule ihren Beitrag geleistet und Perspektiven für die Zukunft geschaffen", stellte die Bürgermeisterin fest.

Reinbold-Mench ging außerdem auf den Straßenausbau, die Betreuung der unter Dreijährigen, aber auch auf die der über 65-Jährigen ein. Im Gemeinderat soll ein Vorschlag unterbreitet werden, wie das Thema der Seniorenbetreuung angegangen werden könne. Die Bürgermeisterin streifte zudem die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit Sexau. Sie dankte schließlich allen, die im Verborgenen wirkten, der Feuerwehr, dem DRK und dem Gemeinderat für deren Einsatz und das gute Funktionieren des Gemeinwesens, wobei der ehrenamtliche Einsatz bei vielen selbstverständlich war. Sie sprach schließlich die Hoffnung aus, dass die Segel richtig gesetzt worden seien, damit das Gemeindeschiff gut durch das Jahr 2012 komme.

Für die Vereinsgemeinschaft überbrachte Martin Böcherer Neujahrsgrüße. "Ich bin stolz darauf und danke allen, dass wir Freiämter ehrenamtlich wieder viel bewegt haben. Dafür werden wir auch außerhalb von Freiamts Grenzen bewundert." Für die katholische Seelsorgeeinheit überbrachte Franz Fischer die Grüße.

Autor: Pia Grättinger