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02. Februar 2012
Mußbacher Schule als Freiämter Vorzeigeprojekt
Viel Lob für Umbau und Sanierung der Grund- und Hauptschule.
FREIAMT. Schulumbau und -sanierung der Grund- und Hauptschule Mußbach haben die Gemeinde rund 2,72 Millionen Euro gekostet. Dies ist fast eine Million Euro mehr als die Kostenschätzung 2007 betrug. Verteuert wurde das ganze Projekt durch die Erdbebenvorsorge, die allein mit 356 000 Euro zu Buche schlug.
"Wir haben sehr viel Geld ausgegeben, doch was entstanden ist, kann sich sehen lassen", erklärte Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench bei der Besichtigung der Schulgebäude. Mit dabei waren der Gemeinderat, Konrektor Frank Viernickel sowie die beiden Architekten Michael Herbstritt und Daniel Hechinger. "Alt und neu harmonieren, es ist alles gelungen", würdigte die Rathauschefin.
Herbstritt lobte die Gemeinde für dieses große Projekt: "Es war eine mutige Entscheidung, diesen riesigen Umbau in die Hand zu nehmen", sagt er. Die Architekten zeigten sich stolz über das Ergebnis ihrer Arbeit. Hier habe sich gezeigt, was aus alter Bausubstanz entstehen könne. Das Ergebnis in Mußbach sei Harmonie, so Hechinger. Die Architekten schilderten den Umbau der Turnhalle und wiesen auf die Holzdecken und Wände sowie die Lamellen an der Außenfassade hin, die das Bild prägen würden. Die Turnhalle wurde mit allen Fachräumen, der Küche, den Werk-, Maschinen- und Lagerräumen, den Umziehräumen und Duschen besichtigt. Von den über die neuen Räumlichkeiten begeisterten Schülern berichtete Konrektor Viernickel.
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Als sehr gelungen wurde auch der Umbau des Schulhauses mit dem Verwaltungstrakt empfunden. Mit viel Geschmack und Feingefühl haben die Planer Altes mit Neuem verbunden. Besonders die Ausblicke erzielen Wirkung. Meist nehmen die Fenster eine ganze Wandseite ein und geben den Blick frei in die jetzt verschneite Freiämter Winterlandschaft. Fünf besonders große Fenster im Treppenaufgang und im Zimmer des Konrektors wirken wie Bilderrahmen. Die breiten Simse dienen den Kindern als Sitzgelegenheit. Das Zimmer von Rektorin Henriette Ade wirkt ebenfalls ansprechend, das Lehrerzimmer hat neue Ablagefächer sowie eine kleine Küche bekommen.
Auch der neue Mensaraum mit farbenfrohen Stühlen und seiner großen Fensterfront findet Beifall. Der Raum bietet 42 Kindern Platz zum Mittagessen.
Das gesamte Gebäude wurde energetisch saniert und die gesamte Technik erneuert. Diese Schule ist das erste Gebäude in Freiamt, das vollständig mit Fernwärme aus erneuerbaren Energien – von der Biogasanlage Reinbold – versorgt wird. Laut Bürgermeisterin stelle sich die Energiesanierung sehr positiv dar. So wurden 2004 vor dem Umbau 575 000 Kilowattstunden, verbraucht. Trotz Bauphase – viel Durchzug – ging der Verbrauch im vergangenen Jahr auf 234 000 Kilowattstunden zurück. Obwohl die Fläche vergrößert wurde, "können wir mehr als ein Drittel Energie einsparen", frohlockte die Bürgermeisterin. Sie sei sehr mit dem Großprojekt zufrieden – auch, weil es während der Bauphase stets Verständigung gegeben habe. Auch die Gemeinderäte zeigten sich rundum zufrieden. Die Gemeinde sei für kommende Aufgaben im Schulbereich gerüstet.
Autor: Pia Grättinger
