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10. März 2010 15:02 Uhr
Kindergartenplanung in Freiamt
Platz auch für Einjährige
Im Kindergarten Keppenbach wird es künftig auch Platz für einjährige Kinder geben. Dies sieht zumindest ein Probelauf vor, den der Gemeinderat am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung beschlossen hat.
FREIAMT. Zunächst als Probelauf wird es im Kindergarten Keppenbach auch Plätze für einjährige Kinder in der Kleinkindgruppe geben. Zehn Kinder könnten aufgenommen werden. Bei einer Elternumfrage haben 15 Eltern für 23 Kinder Bedarf angemeldet. Jedoch zeige sich stets bei Umfragen, so Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench, dass Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklafften. Die Bedarfsermittlung liege immer höher.
Weiter plädierte der Gemeinderat dafür, dass im Kindergarten Keppenbach die Kleinkindgruppe mit der täglichen Öffnungszeit von 4,5 Stunden an fünf Tagen in der Woche weitergeführt wird. Auch künftig wird die Gemeinde von einer Ferienbetreuung für Schulkinder absehen, da der Familienverband eine dreiwöchige Ferienbetreuung anbietet. Ansonsten bleiben die Angebote für Kinder unter sechs Jahren unverändert.Kämmerer Bernd Beßler berichtete, dass im neuen Kindergartenjahr alle Kinder in einem der beiden Kindergärten aufgenommen würden. Allerdings wird gegen Ende des neuen Kindergartenjahres Juni/Juli 2011 in Keppenbach die genehmigten Platzzahl überschritten. Reinbold-Mench sagte, dass jeder Zuzug von Kindergartenkindern während des Kindergartenjahres zu weiteren Überschreitungen führe. Im Kindergarten Ottoschwanden sind im September mit 62 Plätzen belegt, ab Mai 2011 sind dann die genehmigten 73 Plätze belegt. In Keppenbach werden ab September 39 Plätze belegt sein und ab April 2011 die genehmigten 47 Plätze. Dies sei in beiden Kindergärten bekannt und werde akzeptiert. Angesichts der Geburtenentwicklung wird sich danach die Belegsituation in beiden Kindergärten entspannen. Den Waldkindergarten besuchen Ende des Kindergartenjahres 21 Kinder, für das neue Kindergartenjahr sind 16 Kinder angemeldet.
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In Keppenbach wird auf jeden Fall die Kleinkindgruppe weitergeführt; sie soll im Juli mit zehn Kindern belegt sein. Im neuen Kindergartenjahr sind es dann sieben Kinder, anschließend sechs. Bei den Gebühren ist die Verwaltung der Meinung, dass nicht auf das Familienmodell umgestellt wird, sondern die platzbezogenen Gebühren beibehalten werden. Beßler berichtete, dass die Gemeinde pro Kind 2500 Euro jährlich drauf lege. Einig war sich der Gemeinderat, dass die Marschrichtung in Sachen Kinderbetreuung richtig sei. Schon bisher wurde in der Gemeinde mehr getan als nötig. So habe die Gemeinde für Kleinkinder seit jeher zwei Mitarbeiterinnen, obwohl nur 1,5 Betreuerinnen vorgeschrieben waren.
Das Ingenieurbüro Telgmann stellte die Sanierung des Regenwasserkanals Tannenweg vor. Bei den Haushaltsberatungen wurde eine kleinere Variante eingeplant, aber statt 40 000 Euro werden es 6000 Euro mehr. Die Untersuchungen ergaben, dass ein Stück Kanal tiefer gelegt und ausgewechselt werden muss.
Vergeben wurden auch die Arbeiten zur Sanierung der Kläranlage Freiamt. Saniert werden die Umlaufrinne des Nachklärbeckens für rund 8000 Euro und eine Kugeldrehverbindung für die Räumer- und Drehbrücke angeschafft für 7500 Euro. Die Überdachung des Klärschlammbeckens wurde vertagt.
Autor: Pia Grättinger
