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08. März 2010
Von Afrika nach Freiamt
Der neue Pfarrer in Freiamt engagiert sich für das Malaika Children’s Home in Kenia.
FREIAMT (BZ/ja). Seit 1. März haben Ottoschwanden und das Brettental einen neuen Pfarrer. Michael Wurtz ist hier kein Unbekannter, hat er doch sein Lehrvikariat in diesen beiden Gemeinden absolviert und währenddessen, im September 2007, sogar in der Ottoschwander Kirche geheiratet. Seine Frau Sabine geborene Kopf ist inzwischen Hebamme am Klinikum Offenburg. Nach Freiamt zurück brachte ihn ein Hilfsprojekt für Afrika.
Über Pfarrer Willy Schneider kam das Ehepaar Wurtz im August 2009 nach Kenia zum Kinderheim Malaika Children’s Home, das starke Unterstützung unter anderem aus Sexau erfährt. In diesem Kinderheim war Wurtz in den ersten beiden Monaten 2010 tätig; und auch seinen Wechsel vom Bühlertal, wo er davor Pfarrvikar war, nach Ottoschwanden erklärt er mit dem Wunsch, sich in diesem Hilfsprojekt stärker einbringen zu wollen.Zusammen mit seiner Frau legte der 32-Jährige die Grundsteine eines Krankenhauses und einer Schule für die Kinder des afrikanischen Waisenhauses. Dank zahlreicher Spender aus der Region könne nach intensiver Planung mit dem Bau dieser beiden Projekte im Westen Kenias am Viktoriasee begonnen werden, berichtet er. Beide Projekte helfen den Menschen der dortigen Region: So werde durch den Bau des Krankenhauses die medizinische Versorgung deutlich verbessert. Während in Kenia üblicherweise ein Arzt für etwa 100 000 Menschen zuständig ist und die Patienten oft mehr als 30 bis 50 Kilometer zu ihm zurücklegen müssen, kümmert sich künftig der Arzt des Malaika-Krankenhauses um die 15 000 Menschen der umliegenden Dörfer. Besonders die Waisenkinder von Malaika Children’s Home, für die der weite Weg über die holprigen Straßen zum nächsten Arzt bisher mit großen Schmerzen verbunden war, finden schnellere Hilfe im neuen Krankenhaus, das direkt gegenüber des Waisenhauses entsteht.
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Ähnlich schlecht sei die schulische Versorgung in dieser ländlichen Region von Kenia. 60 bis teilweise über 300 Schüler sitzen in einem Klassenzimmer und teilen sich einen Lehrer, berichtet Wurtz. Eine gute Bildung könne so kaum gewährleistet werden. Vom Bau der neuen Nursery- und Primaryschool, was in Deutschland einem Kindergarten und der früheren Volksschule entspricht, soll auch das Kinderheim profitieren.
"In Klassen mit etwa 25 bis 30 Schülern legen wir den Grundstein für das weitere Leben der Kinder. Denn nur durch eine gute Ausbildung haben unsere Waisenkinder eine Chance, später einmal eine Arbeit zu finden und damit erfolgreich und selbstständig das Leben hier zu bestreiten," so Wurtz am Tag der Grundsteinlegung. Besonders stolz ist er darauf, dass die Steine für die Malaika-Schule gekauft wurden vom Erlös des Adventsbasars 2009 der evangelischen Kirchengemeinde Bühlertal-Ottersweier, die er bis zu seinem Afrikaaufenthalt leitet. Seine
Frau ergänzte, dass die Grundsteine für das Malaika-Krankenhaus und die Malaika-Schule auch Grundsteine für eine gute medizinische Betreuung und eine gute schulische Ausbildung der Waisenkinder sein sollten.
Sowohl das Waisenhaus Malaika Children’s Home, wie auch das zukünftige Malaika Krankenhaus und die Malaika Schule werden getragen von dem Verein "Afrikanische-Deutsche Parnterschaft Malaika e.V.", der hier in Baden seinen Sitz hat.
Malaika, BLZ 662 913 00 Volksbank Achern, Konto 41 220 139. Michael Wurtz wird am Sonntag, 14. März in der Kirche Ottoschwanden in sein Amt eingeführt.
Autor: bz
