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16. August 2010 17:35 Uhr

Immo-Ranking

Freiburg ist top bei den Mieten für Studenten

Das Studentenleben in Freiburg ist spitze – jedenfalls, wenn es um die Mieten für WG-Zimmer oder kleine Apartments geht. Damit gehört Freiburg zu den zehn teuersten unter Deutschlands Studentenstädten, so das Nürnberger Online-Immobilienportal "Immowelt".

  1. Studentenapartments verkaufen sich in Freiburg gut – auch als Kapitalanlage. Foto: Ingo Schneider

8,60 Euro Kaltmiete je Quadratmeter und Monat kostet derzeit im Schnitt eine Unterkunft in einer Freiburger Wohngemeinschaft. Für eine eigene kleine Wohnung werden sogar 10,90 Euro pro Quadratmeter fällig. Damit gehört Freiburg zu den zehn teuersten unter Deutschlands Studentenstädten, wie das Nürnberger Online-Immobilienportal "Immowelt"ermittelt hat.

Wenig tröstlich für die hiesigen Studierenden dürfte da sein, dass sie in München statistisch gesehen jeweils nochmals 30 bis 40 Prozent mehr berappen müssten, nämlich im Schnitt 12,10 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 14,10 Euro für eine kleine Wohnung. Die Bayernmetropole ist in beiden Kategorien Studentenmieten-Tabellenführer vor Frankfurt, Hamburg und Stuttgart. Zur Verfolgergruppe gehören Darmstadt und Düsseldorf – und eben Freiburg. Hingegen kommen mehr als zwei Dutzend andere Studentenstädte für den akademischen Nachwuchs preiswerter als Freiburg, was das Dach über dem Kopf betrifft. Am günstigsten lässt es sich demnach in Leipzig wohnen: mit 4,80 Euro pro Quadratmeter für WG-Zimmer und 5,80 Euro für eine kleine Wohnung. Die private Unterkunft kostet dort also nur etwa halb so viel wie in Freiburg. Zur Einordnung: Die rund 3000 Studentenunterkünfte unterschiedlicher Größe des Freiburger Studentenwerks kosten im Schnitt 285 Euro pro Monat – warm und inklusive Nebenkosten.

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"Immowelt" hat für die Untersuchung 70 000 Datensätze der hauseigenen Immobiliendatenbank ausgewertet, nämlich einschlägige Objekte bis 40 sowie von 80 bis 120 Quadratmeter – für alle deutschen Städte mit mehr als 15 000 Studierenden. Thomas Schmidt, der Chef der Sparkassen-Immobiliengesellschaft, nennt die Auswertung auf "auf jeden Fall realistisch". Für kleine Neubauwohnungen würden in Freiburg teils auch mehr als 13 Euro Quadratmetermiete verlangt.

Größere Wohnungen an Wohngemeinschaften zu vermieten, sei gerade bei Eigentümern älterer Immobilien beliebt. Thomas Schmidt: "Jemand erbt etwa ein sanierungsbedürftiges Haus in mittelmäßiger Lage in Freiburg. Dort kann er, ohne groß zu investieren, immer noch zu recht hohen Mieten an Studenten oder andere WG-Bewohner vermieten." So würden sich Renditen bis zu acht Prozent ergeben, gegenüber Neubaurenditen von üblicherweise nur drei bis vier Prozent.

Schmidt: "Nicht selten wird für einzelne Zimmer keine Quadratmetermiete erhoben, sondern eine Monatspauschale, die auch die Nebenkosten abdeckt. Das ist für die Eigentümer in aller Regel ein noch viel besseres Geschäft." Studierende seien bei der Wohnqualität eben extrem kompromissbereit. Vorteilhaft für die Vermieter sei zudem, dass sich auch mehr und mehr Arbeitnehmer eine eigene Wohnung nicht mehr leisten könnten und auf WG-Zimmer auswichen. Wie gut sich auch Neubau-Studentenapartments in Freiburg vermarkten lassen, erlebte die Unmüssig-Gruppe bei ihrem Projekt "Zweizylinder" im Stühlinger mit mehr als 100 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Laut Geschäftsführer Thomas Halter ist der Verkauf so gut gelaufen wie bei kaum einem anderen Vorhaben.

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Autor: Holger Schindler