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24. März 2010

Freiburg-Marathon soll Volksfestcharakter haben

Anmeldezahlen für den Lauf am Sonntag sind rückläufig.

Alles bewegt sich: Ein schönes Symbol für den siebten Freiburg Marathon am kommenden Sonntag, 28. März, dachten wohl die Veranstalter, und hatten zur "rollenden Pressekonferenz" im Partywagen der Freiburger Verkehrs AG (VAG) geladen. Doch dort musste sich Sportbürgermeister Otto Neideck erst einmal entschuldigen: Arno Becker, Vertreter der Handbiker, kam mit seinem Rollstuhl nicht in die alte Straßenbahn und musste auf eine Teilnahme verzichten.

Am Sonntag aber werden 14 Handbiker am Start sein, genau so viele wie bei der Premiere im letzten Jahr. Die Zahl der für Marathon und Halbmarathon gemeldeten Läufer hat aber deutlich abgenommen: Von 8945 auf 8103 (davon wollen die meisten, nämlich 6501, die halbe Strecke laufen). Zum Teil aufgefangen wird der Rückgang durch die Laufbegeisterung der Schülerinnen und Schüler: Für die Schulstaffeln des "S’Cool Run" haben sich 1995 Teilnehmer angemeldet – gut 600 mehr als im Vorjahr.

Trotz der leicht rückläufigen Gesamtzahlen schwärmte Gernot Weigl, Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur Runabout aus München, in höchsten Tönen: Die Atmosphäre beim Freiburg Marathon sei "einmalig in Deutschland"; er rechne mit rund 60 000 Zuschauern in der Stadt. Auch dieses Jahr wird es wieder 42 Bands am Rand der 21 Kilometer langen Strecke geben, und die Freiburger Stadtteile konkurrieren in einem eigenen Wettbewerb um die beste Marathon-Stimmung.

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Ein "Highlight im Veranstaltungskaleder der Stadt Freiburg" sei der Marathon, lobte auch Bürgermeister Neideck – und rief ihn aufgrund der großen Beteiligung sogar zu einem "gesellschaftspolitischen Wettbewerb" aus. Besonders freue ihn, dass die Strecke endlich wieder über die blaue Wiwilí-Brücke führt: "Eigentlich haben wir sie ja nur dafür saniert."

Dass eine andere Baustelle das Großereignis gefährden könnte, hatte die CDU-Stadtratsfraktion befürchtet: Da die B31 ab der Schwabentorbrücke für LKW gesperrt ist, könnte es auf dem Altstadtring zum Konflikt zwischen Läufern und Lastern kommen. Kein Problem, beruhigte Neideck – die wenigen LKW mit einer Sonntagsfahrerlaubnis werden über die Talstraße umgeleitet.

Glücklich zeigte sich auch Wirtschaftsförderer Bernd Dallmann – auch weil der Marathon "Übernachtungen in Freiburg verursacht." Dallmann deutete an, dass der Vertrag mit dem Veranstalter verlängert werden könnte: "Ich kann mir vorstellen, dass wir eine Zukunft zusammen haben."

Autor: Thomas Goebel