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28. Januar 2012

Ein spektakuläres Jahr für die Oberstadt-Feuerwehr

Jeder Brandschützer der Abteilung leistete im Schnitt 200 Dienststunden – dreimal so viel wie im städtischen Durchschnitt.

WIEHRE/INNENSTADT (BZ). Über ein Jahr der Superlative konnte Abteilungskommandant Martin Engler bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oberstadt (Abteilung 1) berichten. Insgesamt haben die 21 aktiven Feuerwehrmänner, die sich mit der Abteilung Wiehre das ehemalige Straßenbahndepot an der Urachstraße als Gerätehaus teilen, 4183 Stunden Dienst geleistet. Das entspricht pro Brandschützer rund 200 Stunden an Einsätzen und Übungen – dreimal so viel wie der stadtweite Durchschnitt. Der Altersdurchschnitt der Abteilung liegt nun bei 34,1 Jahren, was Engler als "sehr gesund" bezeichnete.

Ab Juli 2011, mit Einführung der "Integrierten Leitstelle" an der Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße, wurden auch die Löschbereiche neu geordnet. Für die Abteilung Oberstadt bedeutete das eine große Veränderung. Früher war sie für ein Gebiet zuständig, das von einem Teil des Lorettobergs bis zu dem Teil der Innenstadt östlich der Kaiser-Joseph-Straße reichte. Jetzt fällt der gesamte Lorettoberg bis einschließlich Hauptbahnhof und Rathaus in ihre Zuständigkeit. Mit insgesamt 57 Einsätzen – davon 39 zusammen mit der Partnerabteilung Wiehre – rückten die Floriansjünger deutlich öfter als in den vergangenen Jahren aus. Mehr als 20 Einsätze davon waren im neuen Löschgebiet.

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Von einem Brand betroffene Familie wurde auch noch bestohlen

Als "tragisch und spektakulär" bezeichnete Engler den (erneuten) Kindergartenbrand in St. Georgen. Aber auch Einsätze am Bahnhof, ob Wassereinbruch oder Brand in einem Einkaufscenter, hätten sich als heikel erwiesen. Er erinnerte an einen Wohnungsbrand bei einer Familie an der unteren Schwarzwaldstraße, die Opfer von Dieben wurde, welche Teile des vor den Flammen geretteten Hausrats entwendeten. Erfreulicher waren die gelungene Großübung am Rathaus und das vom SWR-Fernsehen übertragene "Hautnah"-Konzert mit Marlon Roudette im historischen Gerätehaus (die BZ berichtete jeweils ausführlich). Der Papstbesuch im September forderte auch von der Abteilung großes Engagement. Sie übernahm am Samstag, direkt im Zentrum auf dem Münsterplatz, den Brandschutz in der abgesperrten Zone. Allein an diesem Wochenende wurden mehr als 280 Stunden ehrenamtlich geleistet.

Mit neun Gruppenführern, davon zwei Zugführer, sei der Ausbildungsstand der Abteilung sehr gut, so der Kommandant, der an diesem Abend zum Oberbrandmeister befördert wurde. Durch den berufsbedingten Abgang von drei Aktiven verteile sich die Arbeit derzeit aber auf zu wenige Schultern. Die Abteilungsführung wünsche sich eine Mannschaftsstärke von 23 bis 25 Aktiven. Bis in ein paar Jahren die Jugendarbeit die gewünschten Früchte trage und die Reihen aus dem eigenen Nachwuchs aufgefüllt werden könnten, hoffe die Abteilung auf interessierte Bürger, die sich bei der Feuerwehr engagieren wollten. Lob für die Arbeit der Abteilung gab es vom Kommando der stadtweiten Feuerwehr.
Mitgliederzahl: 21 Aktive, gemeinsame Jugendfeuerwehr mit Abteilung Wiehre: 15 Jugendliche (davon elf von der Abteilung 1, Oberstadt), Ehrenabteilung (ehemalige Altersabteilung): sieben Mitglieder.
Kontakt: Abteilungskommandant Martin Engler, Goetheplatz 2,   0761/ 7071105, E-Mail: martin.engler@abteilung1.de, http://www.abteilung1.de

Autor: bz