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24. November 2011

SAGEN SIE MAL . . .: "Einmal den Zeitstrom rückwärts laufen sehen"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Josef Diel (75), ehemaliger Geschäftsführer des Kuratoriums Schlossberg.

  1. Josef Diel Foto: Ingo Schneider

INNENSTADT (cfr). "Wichtige Impulse für die Stadtentwicklung" habe Josef Diel (75) gegeben, sagte Baubürgermeister Martin Haag in seiner Laudatio. Diel, früherer Baudirektor, Stadtplaner und Geschäftsführer der Freiburger Stadtbau wurde am Montag als langjähriger Geschäftsführer des Kuratoriums Schlossberg verabschiedet. Der gebürtige Hesse hat in Darmstadt Architektur mit Schwerpunkt Stadtplanung studiert und kam 1963 nach Freiburg. Diel ist verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt in der Innenstadt.

Aus der Sicht eines Stadtplaners, zu dessen Projekten Mineralthermalbad, Konzerthaus und Schwabentorgarage gehörten: Hat Freiburg ein schönes Gesicht?
Ich bin ganz zufrieden mit der Innenstadt, vor allem die Herausnahme des Autoverkehrs war sehr wesentlich. Allerdings herrscht momentan ein Projektdefizit rund ums Schwabentor. Die Ostinnenstadt hängt nach, während der Westen davongaloppiert. Der Schwabentorsteg verfault, dabei ist dieser Übergang für die Stadt sehr wichtig. Doch nichts passiert.

Der Schlossbergturm ist ja Ihre Idee gewesen.

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Ja, ich war mal oben auf dem Schlossberg, als ein Sturm über Freiburg ging. Die Bäume haben sich regelrecht verdreht. Daran habe ich bei der Konzeption des Turms gedacht.

Und dass Patenschaften für die Stufen übernommen werden konnten, …
… hat bis heute einen sehr positiven Effekt. Wenn Sie darauf laufen, haben Sie das Gefühl: Hier sind alle Bürger beteiligt. Da steht nicht ein Konstrukt, als sei’s gerade künstlich vom Himmel gefallen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Flugzeugpilot.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Schlossberg und die Insel am Gewerbebach.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Die Inselgaststätte mit Inselhopf.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Zeichnen.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über komische Stummfilme.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Malen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Was mich glauben lässt" von Bernhard Welte.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Am vergangenen Sonntag.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Das ist schon zu lange her.

Welche Musik hören Sie gerne?
Klassik.
Wovor haben Sie Angst?
Vor demenzieller Entwicklung im Alter.

Haben Sie ein Vorbild?
Meinen Großvater, ein Zimmermann.

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine Zähigkeit.

Was bringt Sie auf die Palme?
Schlampige Sprache.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Südfrankreich und Norditalien.

Ihr größter Erfolg?
Die Erreichung der Akzeptanz für das Konzerthaus.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Ins Jahr 2100.

Mit wem würden Sie warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit mir langt’s mir.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Deutsche sind zufrieden."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Auf Heller und Pfennig der Familie weitergeben.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten . . .
… Fleischküchle.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der . . .
… muss mit Freude dabei sein.

Die Zeit vergesse ich, wenn . . .
. . . ich bei schöner Musik schöne Bilder betrachte.

Einmal im Leben will ich unbedingt . . .
. . . den Zeitstrom rückwärts laufen sehen.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich . . .
… Geld pumpen, damit die Rathausgehälter erhöhen, mich wieder wählen lassen und einen Rettungsschirm suchen.

Autor: cfr