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12. September 2017

Fest rund um die Zähringer Linde

Ein Hock mit jugendlichem Touch

In Zähringen kommen vermehrt junge Leute als Besucher und Helfer zum Stadtteilfest. Das freut die Veranstalter von der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine.

  1. Sehr stimmungsvoll war es beim Zähringer Hock unter anderem am Eröffnungsabend. Foto: Ingo Schneider/Hans Sigmund

  2. Durchaus verlustreich war der Fassanstich durch Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach. Foto: Hans Sigmund

"Wir sind jetzt wirklich ein sehr eingespieltes Hock-Team, aber wir müssen auch experimentieren und die Dinge weiterentwickeln", sagt Holger Männer, Vorsitzender des Bürgervereins Zähringen und Geschäftsführer bei der Arge Hock, der Arbeitsgemeinschaft der Stadtteil-Vereine, die am Wochenende einmal mehr das Fest auf dem Zähringer Kirchplatz veranstalteten. Es war die 38. Ausgabe des Hocks rund um die große alte Linde vor der Kirche. Auffallend war, dass an den Ständen und auch unter den Gästen vermehrt jüngere Besucher anzutreffen waren.

Neu war in diesem Jahr das Musikprogramm. Mit dabei war die Saxophonformation "Vibrating Reeds" am Samstagabend und "9 Bar", eine Brass-Band aus dem Allgäu, die am Sonntagabend aufspielte. Mehr jazzige, poppige Töne und dazu noch das Ensemble "Symbadisch" mit zünftigen Festzeltmelodien – so wollen die Hock-Macher das Fest für jüngere Besucher anziehender machen. "Wir müssen was tun, denn wir wollen ja die Zukunft des Festes sicherstellen", sagt Holger Männer.

150 bis 200 Helferinnen und Helfer waren während des dreitägigen Hocks im Einsatz und leisteten laut Männer gut 1000 Arbeitsstunden. Hinzu kam noch der Aufbau im Vorfeld, der sich über eine Woche zog, und der Abbau, der am Montag nach dem Hock wie üblich in einem Rutsch über die Bühne ging. "Gerade durch die Feuerwehr, die Jugend der Kirchengemeinde und jetzt erstmals auch die Fußballabteilung der Alemannia Zähringen haben wir dieses Mal vermehrt jüngere Mitstreiter in unseren Reihen", so Männer.

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Bei der Arge Hock machen außerdem der Musikverein Zähringen, der am Eröffnungsabend am Freitag auch aufspielte, sowie der Männergesangverein Liederkranz-Zähringen, die Chorgemeinschaft Zäringia und die Zähringer Burgnarren mit.

Bei der Eröffnung funktionierte diesmal auch, anders als 2016, die Mikrofonanlage. "Die haben wir neu angeschafft", so Holger Männer. Allerdings ging beim Fassanstich zum Auftakt, den Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach vornahm, gehörig Gerstensaft daneben.

Dass der Hock auch für jüngere Menschen anziehend ist, bestätigte Yannick Franzl. Der 28-Jährige ist Fraunhofer-Doktorand und neu nach Zähringen gezogen. "Ich kenne solche Feste aus meiner Heimat bei Schwäbisch Gmünd – eine super Gelegenheit, mal zu sehen, welche Vereine es im Stadtteil gibt und wer hier so aktiv ist", so der junge Mann, der gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Freunden an einer Biertischgarnitur Platz genommen hatte. "Der Hock ist wie ein Hock sein muss: gutes Bier, Grillwurst, Blasmusik, so mag ich das", so sein Resümee. Rebekka Stoll (30), die auch zu der Gruppe gehörte, lebt zwar schon länger in Freiburg, war aber auch zum ersten Mal beim Zähringer Hock: "Ich finde es auch mal schön, am Freitagabend nicht in einen Club zu gehen, wo man quasi nur Gleichaltrige trifft. Hier kann man sich entspannt unterhalten – und das Wetter ist auch gut", so die Festbesucherin.

Zufrieden zeigte sich der Bürgervereinsvorstand gestern vom gesamten Festverlauf: Zwar seien die Witterungsbedingungen am Samstag nicht sehr vorteilhaft gewesen, doch sobald es nicht mehr regnete, sei der Besucherzulauf sehr beachtlich gewesen. Und am Sonntag schien pünktlich zum Weißwurstessen ab 11 Uhr wieder die Sonne.

Autor: Holger Schindler