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16. Juli 2011

"In der Seele lutherisch"

Adéla Strobel-Jartimova wird am Sonntag als neue Pfarrerin der Pfarrgemeinde Nord eingeführt.

  1. Die neue Pfarrerin Adéla Strobel-Jartimova Foto: Michael Bamberger

HERDERN. Eigentlich wollte sie nur ein Diakonisches Jahr in der evangelischen Pfarrgemeinde Ehrenkirchen-Bollschweil machen. Genau zehn Jahre später wird sie nun an diesem Sonntag in der Ludwigskirche als Pfarrerin der Freiburger Pfarrgemeinde Nord eingeführt: Adéla Strobel-Jartimova, die der Ältestenkreis der Gemeinde zur Pfarrerin mit dem Schwerpunkt in der Thomaskirche (Zähringen) gewählt hat.

"Die Welt ist voll alltäglicher Wunder" – dieses Wort von Martin Luther ist eines der Lieblingszitate der 36-Jährigen, die in der slowakischen Stadt Presov aufwuchs. Als ein wenig wunderbar erwies sich auch, dass sie während ihres Theologiestudiums an der Evangelischen Fakultät der Universität in Bratislawa ein Faltblatt entdeckte, auf dem das Diakonische Jahr im Markgräfler Land angeboten wurde. Und weil sie "neugierig auf Menschen und Kulturen" ist, außerdem als Stipendiatin des Gustav-Adolf-Werks zwei Auslandssemester lang in Leipzig studiert hatte, nahm sie nach ihrer Ordination zur Pfarrerin der slowakisch-lutherischen Kirche Mitte Juli 2001 das Angebot an.

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Aus dem einen Jahr wurden schließlich sieben Jahre, in denen Adéla Strobel-Jartimova in der Pfarrgemeinde Ehrenkirchenkirchen-Bollschweil mitarbeitete, mit Kindern und Jugendlichen, mit älteren Menschen.

Am Ende dieser Zeit entschloss sie sich zu einem Lehrvikariat in der Badischen Landeskirche – und bekam von ihr als erste Ausländerin alle Examen aus ihrer alten Heimat anerkannt. Nach den zwei Jahren in Maria Magdalena (Rieselfeld) machte sie ihr Zweites Theologisches Examen in Heidelberg, arbeitete ein Jahr lang als Pfarrvikarin in Kippenheim, ehe sie der Ältestenkreis der Pfarrgemeinde Nord zu deren zweiter Pfarrerin neben Friedrike Folkers wählte (als Nachfolgerin von Bärbel Schäfer, die mittlerweile Dekanin im Markgräflerland ist). Was für Adéla Strobel-Jartimova, die von sich sagt, "in der Seele lutherisch" geblieben zu sein, "eine attraktive Stelle" ist, weil "ich gerne in der Stadt und im Team arbeite".

Zu diesem Team gehört auch eine neue Gemeindediakonin: Die gebürtige Karlsruherin Verena Essig wird zusammen mit der neuen Pfarrerin ebenfalls an diesem Sonntag um 10 Uhr von Dekan Markus Engelhardt in der Ludwigskirche, Starkenstraße, in einem Gottesdienst eingeführt.

Autor: Gerhard M. Kirk