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20. Januar 2012

In Herdern wird auch weiter kräftig gebaut

Neujahrsempfang im Stadtteil.

HERDERN (hasi). Rund 200 Herdermer Bürger, Stadträte, Vertreter von Ämtern, Betrieben und Vereinen waren in die Aula der Weiherhofschulen gekommen, um zusammen mit dem Vorstand des Herdermer Bürgervereins das neue Jahr mit Sekt, Schmalzbrot und Brezeln zu begrüßen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Die lange Liste von Aktionen und Veranstaltungen, die die Vorsitzende Ingrid Winkler vortrug, umfasste den Marathon-Event Anfang April genauso wie den Herdermer Hock und als Abschluss den gelungenen Weihnachtsmarkt. Zudem gab es viele Sitzungen, Gespräche mit städtischen Ämtern sowie Vororttermine auf Baustellen und an Verkehrsknotenpunkten. Vor allem das Thema Bauen habe – wieder einmal – Bürger und Verein beschäftigt. Da gebe es das Gelände des ehemaligen Kneippsanatoriums St. Urban, das mit gewaltigem Aufwand von einer grünen Parkanlage in ein dicht bebautes Wohnquartier umgewandelt werde. Und auch wegen der Altensiedlung im Musikerviertel, wo der Bürgerverein statt dem nun begonnenen Abriss gerne eine Sanierung und Vermietung an sozial schwächere Einwohner Freiburgs gesehen hätte, habe es viele Gespräche gegeben. Natürlich kam auch die "Pferdewiese" zur Sprache, wo in Herdern und weit darüber hinaus viel Missmut und Unverständnis bestehe, dass man diese kleine Grünfläche, die das Landschaftsbild Freiburgs präge, nun zubauen wolle. Gut entwickelt habe sich die Partnerschaft mit Gottenheim, dessen Bürgermeister Volker Kieber erneut anwesend war. Gelobt wurde auch die zügige und erfolgreiche Umgestaltung der Habsburgerstraße und die Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft "IG Habs", die sich über die schwierige Bauphase mit ihren vielen Einschränkungen als Gemeinschaft zusammengefunden hat.

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Ingrid Winkler betonte, dass sie sich besonders darüber freute, dass der neue Baubürgermeister Martin Haag, mit dem man im vergangenen Jahr viele Besprechungstermine hatte und dessen offene und faire Art man schätzen gelernt habe, als Vertreter der Stadt gekommen war.

Hauptstraße wird nun auf Vordermann gebracht

Martin Haag ging dann auch in seiner Ansprache auf viele Probleme des Stadtteils ein, musste aber zum Leidwesen vieler Besucher klar feststellen, dass das Bauen weiter gehen werde. Freiburg habe allein in den vergangenen 25 Jahren rund 50 000 neue Einwohner dazu gewonnen, und die Tendenz sei weiter steigend. Allein um die Mieten in erträglichem Rahmen halten zu können, müsse weiter gebaut werden, denn die Nachfrage nach Wohnungen könne derzeit bei weitem nicht befriedigt werden. Er freute sich, dass die Herdermer Schulen jetzt alle saniert sind und dass man auch mit Macht dabei ist, die "Schlaglochpiste" Hauptstraße dauerhaft herzustellen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch das Schulorchester des Friedrich-Gymnasiums, das aus dem Messias von Händel mehrere Stücke aufführte.

Autor: hasi