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02. Februar 2012
SAGEN SIE MAL ...: "Mal zum nördlichen Polarkreis reisen"
BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Günter Richter (78), Pfarrer im Ruhestand und Anti-AKW-Vorkämpfer.
HERDERN (cfr). Als Günter Richter vor 40 Jahren Gerüchte zu Ohren kamen, im Wyhler Wald würden bald Atomreaktoren gebaut, reagierte der damalige Weisweiler Pfarrer und wurde zu einem der Vorkämpfer gegen das geplante AKW. Der heute 78-Jährige wuchs in Weil am Rhein auf, er lernte Industriekaufmann, ehe er in Wuppertal und Heidelberg Theologie studierte. Seine letzte Aufgabe vor dem Ruhestand war die des Vorstandsvorsitzenden im Freiburger Diakoniekrankenhaus. Richter ist verheiratet, hat drei Kinder und sechs Enkel. Er lebt in Herdern.
Sie haben bereits am 8. Februar 1972 zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Die Zukunft Weisweils im Schatten der Atomkraftwerke" geladen.Es war ein großes Glück, dass wir so früh davon Wind bekommen haben, so konnten wir vor der offiziellen Bekanntgabe im Juni 1973 viel vorbereiten. Und das hat uns sicher geholfen zu erreichen, was wir erreicht haben.
Sind Sie stolz auf dieses Erreichte?
Nicht unbedingt stolz, aber dankbar.
Was wollten Sie als Kind werden?
Eisenbahner, am liebsten Fahrdienstleiter, der Mann mit der roten Mütze.
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Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
An der Eichhalde mit dem herrlichen Blick zum Kaiserstuhl und den Vogesen.
Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das Restaurant "Dattler" am Schlossberg.
Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Deutsch und Religion.
Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über die Sketche von "Hannes und der Bürgermeister" und Mathias Richling.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Ein gutes Buch lesen, Kultur genießen und auf Radtouren unser schönes Land "erfahren".
Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Anständig wirtschaften" von Hans Küng.
Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Am vergangenen Sonntag.
Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Im November in "Le Havre".
Wovor haben Sie Angst?
Vor einem nuklearen Unfall im halbmaroden AKW Fessenheim.
Haben Sie ein Vorbild?
Dietrich Bonhoeffer. Während der Auseinandersetzung mit dem geplanten AKW Wyhl habe ich viel von ihm gelernt.
Mit wem würden Sie gern warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit dem Lokführer eines ICE von Basel nach Berlin.
Was mögen Sie an sich selbst?
Gelassen und guter Dinge zu sein im Wissen, dass "Gott regiert".
Welche Musik hören Sie gerne?
Bach und Mozart.
Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.bahn.de
Wo machen Sie gerne Urlaub?
Auf der Ostseeinsel Hiddensee.
Ihr größter Erfolg?
Im ersten Anlauf vor 53 Jahren meine Frau gewonnen zu haben.
Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Nach Eisenach zur Wartburg, um Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung zuzuschauen.
Ihre Traum-Schlagzeile?
"Morgen wird Fessenheim endgültig abgeschaltet."
Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... ein Kartoffel-Möhren-Eintopf, der schon viele Jahre einmal pro Woche meine Frau fürs Mittagessen entlastet.
Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss gerne und achtsam auf Menschen zugehen können.
Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich auf Hiddensee einen Sonnenuntergang anschaue.
Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... mit Hurtigruten zum nördlichen Polarkreis reisen.
Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln auf dem Schauinsland drei große Windrotoren errichten lassen.
Autor: cfr
