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25. Januar 2012
Stadt und Land, Hand in Hand
Die Herdermer Lalli haben sich in Gottenheim und Oberkirch schon mal für die eigene Fasnet warmgefeiert.
HERDERN (hasi). Nun beginnt auch wieder für die Herdermer Narrenzunft die stressige, aber auch so geliebte Narrenzeit. Am vergangenen Wochenende haben sie bereits in Alt-Herdern wieder den Kirchplatz mit närrischer Wäsche "aufgeziert". Am Sonntag nahmen sie dann am Jubiläumsumzug in Gottenheim teil, wo die "Kruttstorze" ihr 60-jähriges Bestehen feierten. Damit wurde auf närrischer Ebene die seit zwei Jahren bestehende Gemeindepartnerschaft zwischen der noch aktiven und der einstigen Winzergemeinde vertieft. Bereits am Sonntag zuvor waren die Lalli mit dabei, um als Gründungsmitglied des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) in Oberkirch das 75-jährige Bestehen ihres Dachverbandes zu begehen (im Gründungsprotokoll des Verbandes steht wörtlich "Breisgauer Narrenzunft mit Herdern"). Sowohl beim morgendlichen Wecken, bei der Aufführung ihres Bändeltanzes und am großen Umzug war ihr Kuhglockengeläut in der Renchtalstadt zu hören.
Derzeit sind die Lalli eifrig dabei, für den eigenen traditionellen Zunftabend das Programm zu proben. Unter dem Motto "Z’Friburg uf em Münsterplatz" wollen sie am Samstagabend, 11. Februar, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Zähringen, Lameystraße 2, wieder für zwei Stunden für Frohsinn sorgen. Der Vorverkauf für den Zunftabend findet ab Montag, 30. Januar, in "Flamms Lädele", Richard-Wagner-Straße 23, statt (Eintritt: 7 Euro).
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Vor dem Zunftabend sind die Lalli aber noch bei der Protektoratsveranstaltung in Hochdorf (Freitag, 27. Januar), bei den "Bohrern" im Maria-Hilf-Saal (Samstag, 4. Februar) und beim Umzug in St. Georgen (Sonntag, 5. Feburar) zu finden. Ab dem "Schmutzigen Dunnschdig", 16. Februar, hat dann die Dorffasnet in Herdern den absoluten Vorrang. Dort werden am Vormittag die "Herdermer Fähne" und Strohhexen an den Fenstersimsen aufgehängt, am Nachmittag die Senioren der Pfarrei St. Urban im Gemeindesaal besucht und am Abend auf dem Kirchplatz die Fasnet ausgegraben. Danach geht es zum Sockenschwoof in das Zunftlokal "Zum Weinberg", Hauptstraße 70 (Eintritt zu allen Veranstaltungen im Zunftlokal frei). Am "Fasnetsamschdig", 18. Februar, trifft man sich dort ab 20 Uhr wieder zum Lumpenball.
Am "Fasnetsunndig", 19. Februar, wird ab 14 Uhr auf dem Kirchplatz der Bändeltanz aufgeführt, bevor die Zunft geschlossen zur "Stroßefasnet" in die Innenstadt marschiert. Am Montagmorgen, 20. Februar, werden mit viel Geschell in Alt-Herdern die Spätaufsteher aus den Betten geholt, bevor es zur Narrensuppe in das Zunftlokal geht. Am Nachmittag nimmt man am großen Umzug der Breisgauer Narrenzunft (BNZ) durch die Innenstadt teil. Der "Fasnetzischdig", 21. Februar, gehört den Kindern, für die morgens Würste und Wecken bei Metzgern und Bäckern eingeholt werden, die dann am Nachmittag ab 14 Uhr beim Kinderumzug verteilt werden. Am Abend trifft man sich ab 20 Uhr wieder im "Wiibuckel", wie man liebevoll das Zunftlokal nennt, zum Kehraus mit Tanz. Gegen 23.45 Uhr wird dann am Glasbach unter Heulen und Zähneknirschen der Iganz Fasnet verbrannt. Mit dem schweigenden Verzehren eines sauren Herings endet jegliche Lustbarkeit.
Autor: hasi
