Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
10. Oktober 2009
Konkrete Pläne liegen auf dem Tisch
Die Stadtverwaltung hat beim Bürgergespräch in Littenweiler ihre Ideen für das Bahnhofsareal vorgestellt
LITTENWEILER. Beim Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Dieter Salomon präsentierte die Stadtverwaltung am Donnerstag erste konkrete Ideen zur künftigen Gestaltung des Bahnhofsareals in Littenweiler im überfüllten großen Hörsaal der Pädagogischen Hochschule (PH). Die mit den Grundstückseigentümern abgestimmte Konzeption sieht einen Lebensmittelmarkt, ein Dienstleistungszentrum, den Erhalt des Bahnhofsgebäudes, Wohnungen, Tiefgaragenstellplätze sowie eine deutlich erweiterte Grünfläche vor.
Bahnhofsareal: Sowohl Oberbürgermeister Dieter Salomon als auch Stadtplanungschef Wulf Daseking und Baureferent Norbert Schröder-Klings versicherten, dass die jetzt vorgelegte Planung keinesfalls "in trockenen Tüchern" sei. Vielmehr handle es sich um die Basis für weitere Diskussionen. Interessierte aus dem Stadtteil seien aufgerufen, sich mit eigenen Vorschlägen bei einem Workshop einzubringen. Dieser soll an einem Wochenende im März 2010 stattfinden.Als markantes Gebäude könnte nach dem vorgestellten Konzept der Verwaltung an der Kreuzung Höllentalstraße / Lindenmattenstraße ein eiförmiges, vierstöckiges Dienstleistungsgebäude mit 1400 Quadratmeter Nutzfläche entstehen – zum Beispiel mit Backshop und Café im Erdgeschoss sowie darüberliegenden Büros und Arztpraxen. Bestandsschutz genießt das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude. Östlich davon ist ein Wohn- und Geschäftshaus vorgesehen. Während im Erdgeschoss zwei kleinere Läden mit jeweils 90 Quadratmetern sowie ein "kleinflächiger" Einkaufsmarkt mit maximal 750 Quadratmetern angedacht sind, könnten im Obergeschoss Studentenwohnungen entstehen. In Richtung des Bahnüberganges zur Ebneter Straße hin sieht die Konzeption insgesamt drei jeweils dreistöckige Wohnhäuser vor. Tiefgaragen unter den Wohnhäusern sowie dem angrenzenden Wohn- und Geschäftskomplex sollen Platz für insgesamt 136 Fahrzeuge bieten. Darüber hinaus sollen oberirdisch knapp 50 Plätze – überwiegend für Kurzzeitparker – in die Konzeption integriert werden. Als "Schmankerl" sehen die Pläne eine deutliche Erweiterung der bestehenden Grünfläche mit Festplatz, Pavillon und Rasenstufen unmittelbar vor dem großen Hörsaal der Pädagogischen Hochschule (PH) vor, was de facto bedeuten würde, dass dort etliche Parkplätze wegfallen. Um eine Entzerrung des Auto- und Fußgängerverkehrs zu erreichen, ist beabsichtigt, die Einfahrt von der Höllentalstraße in die Lindenmattenstraße um einige Meter in Richtung Reinhold-Schneider-Schule zu verschwenken. Nach Vorstellung der Stadtplaner sollen private Investoren die Vermarktung der Grundstücksflächen, die der ehemaligen Bahntochergesellschaft Aurelis, der Bahn, dem Land und der Stadt Freiburg gehören, vornehmen. Angesprochen auf die zu erwartende Parkplatznot wies OB Salomon auf das leerstehende Parkhaus hinter der PH hin. Um den Anwohnern auch künftig einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung zu ermöglichen, werde überlegt, ähnlich wie in anderen Stadtteilen für eine Jahresgebühr von 30 Euro spezielle Anwohnerparkplätze auszuweisen.
Werbung
Plätze in Kindertagesstätten: Marianne Haardt, Leiterin des städtischen Sozial- und Jugendamtes, wies darauf hin, dass das Angebot an Ganztagesplätzen in den kommenden Jahren sukzessive erweitert werde. Geplant sei, dass die kirchlichen und freien Träger in Littenweiler im kommenden Jahr zusätzlich zehn weitere Plätze schaffen. Die altersübergreifende städtische "Rappelkiste" werde fünf zusätzliche Plätze anbieten. Der aktuelle Bedarf werde im kommenden Jahr durch eine Elternbefragung ermittelt.
Reinhold-Schneider-Schule: Ingrid Geis, die stellvertretende Schulamtsleiterin, teilte mit, dass vor wenigen Tagen der offizielle Antrag zur Umwandlung der Reinhold-Schneider-Schule in eine Ganztageseinrichtung beim Regierungspräsidium gestellt worden sei. Der Antrag sieht unter anderem die Genehmigung für dafür notwendige Umbauarbeiten sowie die Einrichtung einer Cafeteria vor. "Wir haben Signale, dass die Behörde unseren Antrag rasch genehmigt", so Geis. Klappt alles wie vorgesehen, wird ab kommendem Schuljahr mit dem Ganztagesbetrieb begonnen.
Autor: Andreas Peikert


