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17. Dezember 2008

Ein Schweizer soll’s richten

Ein neuer Interessent für das geplante Green Business Center im Stadtteil Vauban

  1. Ein neuer Investor hat Interesse angemeldet. Foto: Ingo Schneider

VAUBAN. Noch immer präsentiert sich der Eingang in den Stadtteil Vauban alles andere als einladend. Angesichts des unansehnlichen Entrees mit  illegalem Parkplatz  und vor sich hingammelnden Sitzgelegenheiten sorgt sich der örtliche Bürgerverein um das Image des Stadtteils, der bei der Weltausstellung Expo 2010 in Schanghai als Modell präsentiert werden soll. Eigentlich sollte an dieser Stelle ein vielseitig nutzbares Gewerbegebäude stehen. Ob es jedoch  in absehbarer Zeit realisiert wird, ist  offen. Vor wenigen Tagen hat nun ein privater Geldgeber aus der Schweiz sein Interesse am Projekt signalisiert.   

Eigentlich sollte  das "Green Business Center" in diesem Jahr  eingeweiht werden. Doch weil der  ursprünglich als Investor vorgesehene Offenburger Bauunternehmer Josef Hackmann kalte Füße bekommen hat, schlummern die Pläne für das grüne Geschäftshaus in der Schublade. Wie  Rolf Buschmann, der Projektmanager, vor wenigen Tagen auf Anfrage mitteilte, ist es ihm jetzt gelungen, einen finanzkräftigen Wissenschaftler aus der Schweiz für das Projekt zu interessieren. "Er kennt Freiburg von seiner Studienzeit her sehr gut und ist nach intensiver Prüfung bereit ist, das Projekt zu stemmen", gibt sich Buschmann optimistisch. Die Stadt als Eigentümerin des Grundstücks hält nach wie vor an der Verwirklichung des verglasten vierstöckigen Gebäuderiegels am Paula-Modersohn-Platz fest. Durch eine so genannte Optionsvereinbarung hat der potenzielle neue Investor bis Ende März 2009 Zeit, konkrete Pläne für das auf neun Millionen Euro bezifferte Projekt vorzulegen. Nach Auskunft der städtischen   Pressesprecherin Petra Zinthäfner wird derzeit ein notarielles Kaufangebot vorbereitet, dem der Gemeinderat noch zustimmen muss.  Rund 1,1 Millionen Euro Wert hat das Grundstück nach Berechnungen des städtischen Gutachterausschusses.

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"Die  Stadt  steht dem Projekt weiterhin wohlwollend gegegenüber", sagt Projektmanager Buschmann. Nach seinen Informationen gibt es derzeit Reservierungen für knapp 60 Prozent der Nutzfläche im künftigen Gebäude.  Wegen der Verkehrsbelastung  im Kreuzungsbereich Merzhauser Straße und Vaubanallee werde derzeit überprüft, ob auf die ursprünglich vorgesehene Tiefgarage  verzichtet werden kann und stattdessen die in  unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Parkhäuser ins Konzept integriert werden können.  Sofern es der Investor, über dessen Namen sich alle Beteiligten in Stillschweigen hüllen, schafft,  die Vermarktung in den kommenden drei Monaten  erfolgreich abzuschließen, geht Buschmann davon aus, dass Ende 2010 der 90 Meter lange, vierstöckige Gebäudekomplex mit Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Büro fertig ist.

   In eine ganz andere Richtung gehen die Überlegungen des Stadtteilvereins. Um dem  Anspruch eines innovativen und  zukunftsweisenden Stadtteils gerecht zu werden, fand vor wenigen Tagen ein Workshop zur  Gestaltung des Eingangsbereichs statt. Herausgekommen ist eine Liste von Vorschlägen, deren Umsetzung relativ kurzfristig möglich sein und zu einer nachhaltigen Aufwertung des Stadtteils führen soll.  So wird unter anderem vorgeschlagen, für  Touristen ein "Nachhaltigkeits-Center"  in Holzbauweise in den Platz zu integrieren. Ein Teil des  Geländes könnte in einen "Mehr-Generationen-Park" verwandelt werden und die Fläche fürs Umsteigen von der Bahn auf den Bus wetterfest überdacht werden.  "Wir wollen ’was Besonderes als Aushängeschild. Der Bedarf an  Gewerbeflächen ist nicht vorhanden", betont  Bobby Glatz, Architekt und Sprecher des Stadtteilvereins.

Autor: Andreas Peikert