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02. Februar 2012
Glockengeläut ist nicht zu laut
Anwohnerin der Johanneskirche zog ihre Beschwerde nach Lärmmessung zurück.
WIEHRE (jlb). Die Glocken der Johanneskirche im Stadtteil Wiehre läuten nicht zu laut. Damit ist die Beschwerde einer Anwohnerin ins Leere gelaufen. Sie wollte erreichen, dass die Glocken abends abgestellt werden, da sie sich durch den Glockenschlag in ihrer Nachtruhe gestört fühlte. Dabei ging es ihr nicht um das längere Geläut, das zum Beispiel erklingt, wenn eine Messe in der Kirche gefeiert wird. Sondern die Anwohnerin störten die Glockenschläge, die – auch die ganze Nacht hindurch – stündlich die Uhrzeit anzeigen. Messungen haben jetzt aber ergeben: Die zulässigen Lärmschutzgrenzwerte werden durch die Glocken nicht erreicht. 54 bis 58 Dezibel zeigte das Messgerät des eigens beauftragten Erzbischöflichen Glockeninspektors aus Heidelberg in der Wohnung der Anwohnerin an. Das ist zwar lauter als die eigentlich zulässigen 40 Dezibel, die nachts in diesem Bereich als Grenzwert gelten. Die Glocken haben jedoch – ähnlich wie Züge – einen "Lärmschutzbonus": Sie dürfen 20 Dezibel lauter bimmeln, so dass der Grenzwert dadurch bei 60 Dezibel liegt. "Die vorbeifahrenden Autos waren sogar lauter als die Glocken", berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats der Johanneskirche, Siegfried Kaspar. Er ist froh, dass durch die Messungen der Streit beigelegt ist. Auch das Umweltschutzamt der Stadt Freiburg bestätigt: Die Anwohnerin habe nach den Messungen ihre Beschwerde zurückgezogen. Dass sich jemand über die Glocken der Johanneskirche aufregt, sei vor einigen Jahren schon einmal vorgekommen, sagt Siegfried Kaspar. Genau wie im aktuellen Fall habe es sich um einen neu zugezogenen Anwohner gehandelt.
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Autor: jlb
