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18. Januar 2012

Schulfassade wird jetzt doch saniert

Luckner-Schule war eins von vielen Themen bei Wiehre-Empfang.

WIEHRE. Die Wiehre ist – mit 23 000 Einwohnern – Freiburgs größter Stadtteil. Entsprechend viele Themen kamen beim Neujahrsempfang im Gemeindesaal der Maria-Hilf-Kirche zusammen – zumal die Bürgervereine Mittel- und Unterwiehre sowie Oberwiehre-Waldsee erneut gemeinsam eingeladen hatten. Die Bandbreite der Probleme reichte von der Sanierung der Fassade der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule über die Sternwaldwiese bis hin zur geplanten Kindertagesstätte an der Schwimmbadstraße.

Getrud-Luckner-Schule: Die Fassade der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule an der Kirchstraße bröckelt – und das schon seit Jahren. Bereits seit 2005 stehen im Eingangsbereich der Schule Schutzgerüste, im vergangenen Sommer mussten diese höher gezogen werden, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten. Geld für eine Sanierung war bislang nicht da. "Das ist ein Trauerspiel", sagte Eugen Reinwald, Vorsitzender des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre. Doch Oberbürgermeister Dieter Salomon hatte beim Neujahrsempfang eine frohe Botschaft zu verkünden. Baubürgermeister Martin Haag habe das Projekt in die oberste Prioritätenstufe gehievt. "Wir werden mit der Sanierung noch in diesem Jahr beginnen", versprach der OB.

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Sternwaldwiese: Die Lärmprobleme an der Sternwaldwiese sind in der Oberwiehre seit Jahren ein Dauerthema. Ein "Runder Tisch" mit Vertretern aller Beteiligten hat jetzt vorgeschlagen, die offenen Feuerstellen auf der Wiese ganz abzuschaffen – und das Grillen damit komplett zu unterbinden. Salomon zeigte sich skeptisch, ob das jedoch die Lösung sei. Alles zu verbieten sei auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Kita Schwimmbadstraße: 90 Kinder in einer denkmalgeschützten Villa in einer kleinen Stichstraße: Das ist laut Eugen Reinwald ein Unding. Die geplante Kindertagesstätte sei in der Schwimmbadstraße am völlig falschen Platz. Dabei gehe es nicht darum, so betonte Reinwald, dass im Stadtteil keine Kinder willkommen seien. Aber die Probleme, vor allem durch die an- und abfahrenden Autos, seien vorprogrammiert. Er warf der Stadtverwaltung vor, Gutachten so hingebogen zu haben, dass es passt. Dies sei "bösartig", sagte Salomon. Keinesfalls seien Zahlen gefälscht worden. Und außerdem: Kindertagesstätten würden nicht "im Wolkenkuckucksheim eingerichtet, sondern in Wohngebieten". Er freue sich über die zusätzlichen Plätze.
SC-Stadion: Aus der Debatte, wo und ob überhaupt ein neues Stadion für den SC Freiburg gebaut wird, hält sich der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee bewusst heraus. "Das ist auch so schon kompliziert genug", sagte Karl-Ernst Friederich, Vorsitzender des Vereins Oberwiehre-Waldsee. Aber bis eine Entscheidung gefällt sei, müsse es am jetzigen Stadion eine Lösung für das "Verkehrschaos" geben. Der Bürgerverein habe bereits im Sommer 2010 ein Konzept vorgelegt, die Reaktion der Stadtverwaltung hierauf sei jedoch gleich Null, kritisierte Friederich.
Kartaus: Die Kartaus soll sich in eine internationale Schule verwandeln. Dabei dürfe der Charakter des ehemaligen Klosters keinesfalls verloren gehen, forderte Friederich. Die geplanten Neubauten müssten einen gebührenden Abstand wahren, und keinesfalls dürften bei den Fassaden ähnliche Überraschungen entstehen wie beim Ensemblehaus, das viel dunkler geworden sei als ursprünglich geplant.
Kronenbrücke: Wenn die Kronenbrücke ab dem kommenden Jahr abgerissen wird, drohe der Wiehre ein Verkehrskollaps, sagte Reinwald. Deshalb müsse schon jetzt ein Konzept erarbeitet werden, um die Umbauten so verträglich wie möglich über die Bühne zu bringen, forderte er.
Johanneskirche: Die Glocken an der Johanneskirche läuten zu laut. Das meint zumindest ein Anwohner. Wie Reinwald berichtete, will dieser jetzt erreichen, dass die Glocken nachts abgestellt werden – zur Not mit rechtlichen Schritten.

Autor: Jelka Louisa Beule