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07. Januar 2012

Brennendes Interesse an Haslach

Beim 55. Dreikönigstreffen standen Themen wie das geplante Katastrophenschutzzentrum und "Gutleutmatten" im Mittelpunkt.

  1. Keine schöne Aussichten präsentieren sich den Bewohnern der Neubauten an der Bettackerstraße in Haslach. Foto: Thomas Kunz

HASLACH. 30 Prozent der Flächen im geplanten neuen Baugebiet "Gutleutmatten-West" werden für den sozialen Wohnungsbau vorgehalten, "in ähnlicher Größenordnung", so Baubürgermeister Martin Haag beim gestrigen Dreikönigstreffen des Lokalvereins Haslach, sollen Baugruppen zum Zuge kommen. Ende 2013 soll mit der Bebauung von Freiburgs derzeit größtem Wohnbauvorhaben begonnen werden.

Es war das 55. Haslacher Dreikönigstreffen, das der Vorsitzende des Lokalvereins, Heinz Nixdorf vor mehr als 200 Bürgerinnen und Bürgern eröffnen konnte – dieses Mal nicht im Carlsbau, der die Kinder des Kindergartens St. Michael während dessen Umbau beherbergt, sondern im Melanchthonsaal am Dorfbach.

In Sachen "Gutleutmatten-West" ergänzte Baubürgermeister Haag, dass es noch in diesem Jahr eine weitere Bürgerinformation über die Planungen geben werde.

Aspekte, die den Lokalverein, aber auch die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, kommen traditionell beim Haslacher Dreikönigstreffen zur Sprache. Ausführlichen Raum nahmen gestern die Diskussion über Planungen für ein Katastrophenschutzzentrum an der Staudingerstraße auf dem Areal der neuen Feuerwache ein. Anwohner des benachbarten Wohngebietes und Vertreter der Interessengemeinschaft "Freiburg 21" wehren sich gegen das Projekt, weil sie fürchten, dass die ohnehin starke Belastung durch Lärm, Ausleuchtung und Abgase weiter steige. "Es geht darum, passende Rahmenbedingungen fürs Ehrenamt zu schaffen und die Belastungen für die Anwohner nicht steigen, sondern möglichst sinken zu lassen", erklärte Baubürgermeister Haag, der Transparenz und Öffentlichkeit der Planungen auch in dieser Frage versprach.

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Als problematisch bewerten Heinz Nixdorf und der Lokalverein das Umfeld des neuen Wohngebiets im Bereich Bettackerstraße und Raimannweg. Wenig erfreuliche Ausblicke aus den Wohnungen auf Gewerbeplätze mit Schrott und Baumüll ließen die Attraktivität der Wohnungen sinken. "Irgendwann wohnt hier nur der, der hierher gezwungen wird", fürchtet Nixdorf. Weil die Betriebe Bestandsschutz haben, sieht Martin Haag keine Chance auf eine kurz- oder mittelfristige Lösung. Immerhin will die Stadtverwaltung den Lokalverein bei Gesprächen mit den Betrieben unterstützen, die eine Verbesserung zum Ziel haben.

Immer wieder, erst recht seit dem Abschluss der Arbeiten zur Umgestaltung der Markgrafenstraße im Rahmen der städtebaulichen Sanierung "Soziale Stadt – Alt Haslach" im vergangenen Jahr, kümmert sich der Lokalverein um die Zukunft der leerstehenden denkmalgeschützten Gebäude "Alte Schule". Dass das Nachbarschaftswerk hier viel zu früh habe ausziehen müssen, räumte der Baubürgermeister ein. Das Liegenschaftsamt bereite im Frühjahr eine Ausschreibung vor, so dass das Gebäude für ein soziales Wohnprojekt genutzt werden kann.

120 Jahre alt wird in diesem Jahr der etwas unscheinbare, von der Mitte der Kreuzung von Carl-Kistner-, Markgrafen- und Uffhauser Straße an den Rand gedrängte Dorfbrunnen. Er war 1892 als Endpunkt der Wasserleitung eingeweiht worden, die laut Eingemeindungsvertrag die Stadt Freiburg nach Haslach zu bauen hatte. Den dringenden Wunsch des Lokalvereins, den Brunnen zu sanieren, versprach Baubürgermeister Haag in der ersten Hälfte des Jahres zu erfüllen.

Im Quartier zwischen Uffhauser- und Feldbergstraße sollen Wohnhäuser saniert und das Hochhaus an der Belchenstraße abgerissen werden. Die Stadtbau, so deren technischer Leiter Manfred Börsig, plant auf der großen Fläche vor dem Abriss einen Neubau, in den die Hochhausbewohner dann einziehen sollen.

Autor: Hans-Henning Kiefer