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26. Juli 2011
Ein Rollstuhlparcours, Graffiti-Kunst und Ballett
Auf dem Rieselfelder Stadtteilfest am vergangenen Wochenende ist Vielfalt großgeschrieben worden.
RIESELFELD. Der kleine knatternde Traktor und sein ebenso winziger Anhänger, geschmückt mit bunten Blümchen, der Festbesucher durch das Rieselfeld chauffiert, kündigt das Stadtteilfest schon von weitem an. Er dreht seine Runden um den Maria-von-Rudloff-Platz, der am vergangenen Wochenende voller bunter Buden, Marktstände und Besucher gewesen ist. Das Stadtteilfest entpuppte sich auch in diesem Jahr wieder als Besuchermagnet.
Das kann doch eigentlich nicht so schwierig sein: Man setzt sich, gibt den Rädern etwas Schwung und schon ist die Rampe genommen – oder auch nicht. Eine helfende Hand muss her. Und die stammt von einem Mitglied des Arbeitskreises Inklusion vom Rieselfelder Bürgerverein. Der hat auf dem Stadtteilfest einen Rollstuhlparcours aufgebaut und jeder, der einmal erfahren will, wie es sich anfühlt mit einem Rollstuhl zu fahren, kann das hier ausprobieren. "Das geht ganz schön in die Arme. Die Rampe hoch zu fahren ist das Schwierigste. Aber dafür macht das dann auch Muskeln", weiß der neunjährige Juri, der froh ist, den Rollstuhl nach seiner Probefahrt wieder verlassen zu können. Das Körbewerfen mit einem Basketball war ebenfalls Teil des Parcours. "Da habe ich dann auch getroffen", fügt er noch stolz hinzu. Der Arbeitskreis Inklusion ist zum ersten Mal auf dem 16. Stadtteilfest vertreten. "Wir möchten, dass Menschen mit Behinderungen sich wohl fühlen im Rieselfeld", sagt Inge Trichtinger vom Arbeitskreis.
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Schlendert man von ihrem Stand aus weiter zwischen den vielen Holzbänken- und Tischen hindurch und vorbei an einem lecker duftenden Würstchenstand, steigt einem bald ein etwas chemischer Geruch in die Nase. Die Erklärung hierfür heißt David Stegemann – oder viel mehr seine Graffiti-Kunst. Der Freiburger Streetart-Künstler macht sich gerade, bewaffnet mit einer Spraydose und einer Atemschutzmaske, an einem Bauwagen zu schaffen. "Ich möchte die Dramatik zwischen Natur und Mensch darstellen", erklärt er. Der Bauwagen gehört dem Arbeitskreis Landschaft und Natur des Bürgervereins. Dessen Vorsitzender Andreas Roessler erklärt die Graffiti-Aktion so: "Wir haben den Wagen vor einiger Zeit neu aufgebaut. Damit er nicht ganz aus Holz ist, haben wir gedacht, lassen wir Graffiti drauf sprühen. Der Wagen wird dann abwechselnd von uns genutzt oder steht auf dem Mundenhof."
Auf der Showbühne zeigen schon die ganz Kleinen bei einer Ballettaufführung was sie können. Aber auch musikalische Darbietungen sowie Tai Chi-, Karate- oder Hiphop-Vorführungen können bestaunt werden. Für die Denksportler gibt es ein Straßennamen-Quiz und Schachturniere. Verabschiedet wird das Fest an allen drei Tagen musikalisch.
Autor: Nikola Vogt
