Baugebiet Innere Elben

In St. Georgen entstehen weitere 68 Wohnungen und ein Feuerwehrgerätehaus

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Fr, 13. April 2018

Freiburg Südwest

Die letzten Baulücken im St. Georgener Baugebiet werden nun gefüllt. Die Freiburger Stadtbau GmbH erstellt 68 Wohnungen und baut ein Gerätehaus für die Abteilung St. Georgen der Freiwilligen Feuerwehr. Am Donnerstag war Spatenstich.

FREIBURG-ST. GEORGEN. Der Startschuss für das Neubaugebiet "Innere Elben" im Stadtteil St. Georgen fiel bereits vor mehr als zehn Jahren – aber erst jetzt kommen die beiden Schlussbausteine. Am Donnerstag war Spatenstich für 68 Wohnungen und für ein neues Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr St. Georgen. Bauherrin ist die städtische Tochtergesellschaft Freiburger Stadtbau. Sie investiert insgesamt knapp 22 Millionen Euro. Das Feuerwehrgerätehaus wird nach seiner Fertigstellung an die Stadt Freiburg verkauft.

Der Westteil der "Inneren Elben" ist längst bebaut. Doch im Osten verzögerten sich die Planungen ein ums andere Mal. Eigentlich sollten die bislang auf der Fläche vorhandenen Flüchtlingswohnheime bereits 2013 geräumt und abgerissen werden, weil sie marode waren. Tatsächlich standen die Unterkünfte jedoch noch bis vor wenigen Monaten. Denn der Gemeinderat beschloss vor vier Jahren, dass er mehr Wohnraum schaffen will und die Häuser deshalb höher werden sollen als ursprünglich geplant. Dafür musste jedoch erst der Bebauungsplan geändert werden.

Doch auch danach gab es Verzögerungen – die Häuser wurden noch einmal komplett anders angeordnet. Grund war eine gesetzliche Änderung zum Schallschutz. Das Gelände liegt direkt an der Güterbahnlinie. Um die zukünftigen Bewohner besser vom Bahnlärm abzuschirmen, entsteht nun ein u-förmiger Gebäudekomplex. Ursprünglich waren mehrere Häuserzeilen vorgesehen.

Auch Oberbürgermeister Dieter Salomon musste gestern beim Vor-Ort-Termin ziemlich gegen den Bahnlärm eines vorbeiratternden Güterzugs anschreien, als er gemeinsam mit den Stadtbau-Geschäftsführern Magdalena Szablewska und Ralf Klausmann sowie Freiburgs neuem Finanzbürgermeister Stefan Breiter den Startschuss für das Projekt gab. Breiter ist auch zuständig für die Feuerwehren – und er konnte in strahlende Gesichter der zahlreich anwesenden Feuerwehrleute blicken. Schließlich wartet die St. Georgener Wehr bereits seit etlichen Jahren auf ein neues Gerätehaus. Sie ist schon seit 1990 im Provisorium untergebracht, einem ehemaligen Werkstattgebäude am Vorarlberger Weg, das direkt an ein Wohnhaus angrenzt und das schon längst "keinerlei normalen Ansprüchen mehr genügt", wie Salomon sagte.

Gut ein Jahr werden sich die rund 30 aktiven St. Georgener Feuerwehrleute und die gut zwei Dutzend Nachwuchs-Jugendlichen allerdings noch gedulden müssen: Das neue Gerätehaus in den "Inneren Elben" soll im Sommer 2019 bezugsfertig sein. Das zweistöckige Gebäude werde genauso aussehen wie das Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Zähringen, das es seit Ende 2014 gibt, erklärte Magdalena Szablewska. Im Erdgeschoss sei Platz für drei Feuerwehrautos, für Umkleidebereiche und Sanitärräume. Im Obergeschoss werde es Räumlichkeiten für Schulungen und Besprechungen geben. Das Feuerwehrgerätehaus kostet 2,2 Millionen Euro.

Bis die neuen Wohnungen fertig sind, wird es noch ein Jahr länger dauern – bis Mitte 2020. Entstehen werden insgesamt 68 Wohnungen in vier- und fünfgeschossigen Gebäudeteilen, davon 45 geförderte Mietwohnungen und 23 Eigentumswohnungen. "Der Fokus liegt auf großen Wohnungen für Familien", sagte Magdalena Szablewska. Aber es wird auch viele kleinere Wohnungen geben. Die durchschnittliche Miete liegt laut Stadtbau bei 6,49 Euro pro Quadratmeter. Unter den Gebäuden entsteht eine Tiefgarage mit 50 Plätzen.

Ebenfalls unter der Erde wird der Müll der Bewohner gesammelt: Die neue Wohnanlage bekommt ein modernes Abfall-Unterflursystem. Die Investitionssumme für die Wohngebäude liegt bei 19,6 Millionen Euro.