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21. Januar 2012

Neujahrsempfang mit einer virtuellen Weltreise

Beim Treffen im Weingartener Mehrgenerationenhaus konnten Kommunalpolitiker mit dem Wissen um fremde Bräuche punkten.

WEINGARTEN. Es mag unterschiedliche Vorstellungen darüber geben, was einen Neujahrsempfang ausmacht. Im Stadtteil Weingarten jedenfalls gehören Spiel und Spaß dazu, wobei Akteure der katholischen St. Andreasgemeinde und der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche stets Kommunalpolitiker diverse Aufgaben lösen lassen. Unterstützt von Stadtteilbewohnern sollten sie beim diesjährigen Empfang am Donnerstagabend im Saal des Mehrgenerationenhauses EBW herausfinden, in welchem Land der Erde bestimmte Feste oder Bräuche begangen werden. Denn international geht es auch in Weingarten zu. Angehörige von 99 Nationen sind derzeit hier vertreten, erzählte Stefanie Bruckmeier, Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Andreas.

Sie und Andrea Willmann, Ortsälteste der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde blickten zudem zurück auf das Geschehen im abgelaufenen Jahr, wobei acht Frauen und Männer muttersprachliche Einsprengsel lieferten.

Als Hausherr trat Patrick Melcher, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Andreas auf, die Trägerin der EBW ist. Er beschrieb die intensive und gute Zusammenarbeit der Kirchengemeinden, der Einrichtungen und des Bürgervereins, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern kann.

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Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach sagte, die Engagierten hätten 2012 noch mehr Gelegenheit, sich einzubringen als bisher. Denn die Verwaltung plant einen Entwicklungsplan für den Stadtteil auf den Weg zu bringen, wozu es schon im Frühsommer erste Veranstaltungen geben werde und die Bürgerinnen und Bürger Vorschläge machen könnten. Aspekte werden beispielsweise sein: wo und wie sich Ersatz schaffen lasse für den Verlust der Gemeinschaftsräume und der Räume des Schulkindergartens nach dem Abriss des "Hauses Weingarten" am Auggener Weg sowie die weitere bauliche Entwicklung des Stadtteils. Abgesehen davon werde die Gebäudesanierung im West-Quartier weiterlaufen, und zwar mit dem Haus Bugginger Straße 2 und Gebäuden in der Sulzburger Straße. Auch hierzu stellte von Kirchbach die Beteiligung der Betroffenen in Aussicht. "Ich weiß, dass die Bewohner der Häuser in der Sulzburger Straße aus Angst vor Mietsteigerung nur eine Instandsetzung anstelle einer grundlegenden Sanierung wollen", sagte er, stellte jedoch klar: "Ich trete für eine Sanierung ein."

Autor: Silvia Faller