Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

22. Dezember 2011

SAGEN SIE MAL ...: "Kind zeugen, Baum pflanzen, Blut spenden"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Clemens Koch (52), technischer Angestellter und 100-facher Blutspender.

  1. Clemens Koch Foto: Ingo Schneider

HASLACH (cfr). Clemens Koch hat die Blutgruppe A positiv. "Eine Allerweltsblutgruppe", sagt der 52-Jährige, der vergangene Woche genau dieses Allerweltsblut zum 100. Mal gespendet hat. Koch ist gebürtiger Freiburger, er hat Technik, Phsyik und Mathe auf Lehramt studiert. Der gelernte Schreiner arbeitet seit 15 Jahren als technischer Angestellter im Labor des Freiburger Instituts für Waldwachstum. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Haslach.

Wieso spenden Sie Blut?
Ich habe als 19-Jähriger angefangen. Als junger Motorradfahrer waren mir plötzlich ganz neue Gefahren bewusst: Man konnte verunglücken und Hilfe brauchen. So ein Stückchen Hilfe wollte ich geben. Irgendwann ist das auch wieder eingeschlafen, aber seit etwa 15 Jahren spende ich wieder regelmäßig mit meinem Bruder Gregor in der Uniklinik.

Waren Sie selbst schon in einer Situation, in der Sie dankbar für Hilfe waren?
Ja, ich habe mir bei einem Arbeitsunfall die Hand schwer verletzt, Schlagader, Sehnen und Nerv durchtrennt. Dank der schnellen Reaktion von Kollegen und hoher ärztlicher Kunst ist die wieder zusammengeflickt worden.

Werbung


100 Mal haben Sie bereits Blut gespendet, machen Sie weiter?
Auf jeden Fall. Das ist für mich ja kein großer Aufwand, und anderen rettet das vielleicht das Leben. Ich habe auch schon seit Jahrzehnten einen Organspendeausweis. Daran und an der Blutspende sollten sich viel mehr Menschen ein Beispiel nehmen. Ich sage immer: Drei Dinge sollst du tun im Leben – ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen und Blut spenden.

Was wollten Sie als Kind werden?
Natürlich Lokführer, Baggerführer oder Feuerwehrmann.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Die Eichhalde in Herdern.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Physik.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Am vergangenen Sonntag.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Über alles. Vor allem über schwarzen Humor und über mich selbst.

Wie entspannen Sie?
In der Sonne liegen und ein Buch lesen oder Sudoku lösen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
Die Trilogie "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" von Stieg Larsson.

Welche Musik hören Sie gerne?
Klassik.

Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.dosenbilder.de
Wovor haben Sie Angst?
Vor nichts.

Was mögen Sie an sich selbst?
Meine immer gute Laune.

Was bringt Sie auf die Palme?
Korrupte oder inkompetente Politiker, die nur ihr eigenes Wohl verfolgen.

Wo machen Sie gerne Urlaub?
In Thailand.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Bis zum Sonntag: um die Lottozahlen zu erfahren.

Was war das beeindruckendste Erlebnis in Ihrem Leben?
Als ich in Cape Canaveral in eine Halle trat und auf einmal hinter einer liegenden Saturn-5-Rakete stand.

Mit wem würden Sie warum gerne mal einen Tag lang tauschen?
Mit der Bundeskanzlerin – um mal in dem Laden richtig aufzuräumen.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Deutschland hat keine Schulden mehr."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Nur noch halbtags arbeiten und mehr reisen.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten ...
... Dampfnudeln.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss genauso gut sein wie ich.

Die Zeit vergesse ich, wenn …
... ich schöne Dinge genieße.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... den Start einer Rakete miterleben.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... nachts die roten Ampeln abschalten.

Autor: cfr