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21. Januar 2012

Baugebiete sind eh schon alle "in Arbeit"

Die Ortschaftsräte Tiengen und Munzingen haben sich in ihren Sitzungen mit dem Flächennutzungsplan beschäftigt.

TIENGEN/MUNZINGEN (sf). Die Ortschaftsräte aus Tiengen und Munzingen bejahten in ihren jüngsten Sitzungen das Ziel der Stadt, die Entwicklung von Wohnbauflächen aus dem Flächennutzungsplan (FNP) 2020 zu beschleunigen, um Mietpreissteigerungen zu bremsen. Für die beiden Stadtteile hat das jedoch keine unmittelbaren Folgen, da die angedachten Wohngebiete in den beiden Stadtteilen eh alle schon "in Arbeit" sind.

In Munzingen wird das für 100 Wohneinheiten gedachte Gebiet "Hinterm Weiher III" seit 2008 erschlossen, auch wenn die Bebauung langsamer erfolgt als gedacht. Auch für das Gebiet "Kurzacker" (40 Einheiten) beim Rewe-Markt liegt ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor.

In Tiengen steht das Verfahren "Sechzehn Jauchert" mit Platz für 80 bis 90 Wohneinheiten vor dem Abschluss, wie Ortsvorsteherin Ruthild Surber informierte: "Offenlage und Satzungsbeschluss sind für das zweite Quartal 2012 vorgesehen." Sie zeigte sich zuversichtlich, dass alle Eigentümer die städtebaulichen Verträge unterzeichnen: "Bei einer Informationsveranstaltung im Dezember war die Stimmung jedenfalls sehr positiv." Eine erste Offenlage des Bebauungsplans gab es bereits vor einem Jahr. Bei dieser Anhörung wollten die Eigentümer aber mehrheitlich den Zwang zu begrünten Dächern nicht akzeptieren, und der Bauernverband bemängelte den nach seiner Ansicht zu geringen Abstand zu den Rebflächen. Weiter wurde das Verfahren gehemmt, weil ein Eigentümer sein Angebot zurückgezogen hatte, Flächen für ökologischen Ausgleich bereitzustellen. In seiner Stellungnahme zur Ratsvorlage mahnt der Ortschaftsrat Tiengen eine rasche Umsetzung an. Auch drängt das Gremium darauf, die Verwaltung möge eine Planung für das Gewerbegebiet "Maierbrühl" voranbringen. Auf eine Frage des Rats Michael Stowasser erklärte die Ortsvorsteherin, dass nach dem Bau eines Schweinestalls nordwestlich vom jetzigen Siedlungsrand noch unklar sei, ob überhaupt und wenn ja, welche Form der Nutzung möglich ist.

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Autor: sf