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17. März 2009
Das ist ein Ding – für Kinder
In der Munzinger Schlossbuckhalle gibt es mit dem "Kinderding" nun ein Angebot für Grundschüler.
MUNZINGEN. In den Tuniberger Stadtteilen Freiburgs kommen in Relation zur Bevölkerungszahl die meisten Babys auf die Welt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Munzinger Jugendclub in der Schlossbuckhalle gut besucht wird. Auch mit dem neuen Freizeitangebot "Kinderding" für Grundschulkinder hat der Trägerverein Kinder- und Jugendarbeit Tuniberg einen Volltreffer gelandet.
Zu den treuesten Besuchern zählen die Zwillinge René und Robin Selz. Die beiden Zehnjährigen kommen jeden Dienstag. "Es sei denn, ich bin krank", sagt René. Hier treffen er und sein Bruder Freunde, hier gibt es das, was so gut wie allen Jungs in dem Alter Spaß macht: ein Tischfußball, Dart, Billard und Tischtennis. Aus der Sicht des Betreuers Sebastian Krämers ist es ein Glücksfall, dass auch das Foyer der Schlossbuckhalle zur Verfügung steht. Denn die Tischtennisplatte hätte im eigentlichen Jugendraum keinen Platz. Der ist eingerichtet wie viele andere Jugendräume auch: mit einer Theke, einer Sitzecke, Regalen und großen Spielgeräten. Neu ist, dass es nun auch ein ausdrückliches Angebot für die Jüngeren gibt. Und weil die gerne basteln, will der Trägerverein einen geräumigen Wandschrank anfertigen lassen, um Material und vor allem die Werke der Kinder unterzubringen (die BZ berichtete).Werbung
Vor allem zum Malen und Basteln kommen die beiden Schwestern Sana (9) und Maimuna (7) Bleichrodt zum "Kinderding". Die Mädchen sind zwei von insgesamt fünf Geschwistern. Sana ist so richtig froh, dass der Jugendraum jetzt auch für Kinder in ihrem Alter offen steht. "Man kann hier in Munzingen sonst fast nichts machen", sagt sie. Auch der siebenjährige Aziz Niazi kommt fast jeden Dienstag, weil er weiß, dass er hier Klassenkameraden trifft und dass er hier eine Menge Bücher und Comics findet. Ihm macht das Lesen am meisten Spaß.
Auslöser, das neue Angebot auf die Beine zu stellen, war der rege Besuch von Filmvorführungen für Grundschulkinder einmal im Monat freitags. "Wir wurden regelrecht überrannt und haben gemerkt, dass die Kinder gerne öfters kommen würden", erzählt Sebastian Krämer. Seine Einschätzung war richtig: Bis zu 30 Mädchen und Jungen besuchen das "Kinderding". Der Trägerverein hat die halbe Stelle Sebastians Krämer etwas erweitert und finanziert die Mehrkosten aus den Rücklagen. Von daher ist das "Kinderding" auf zunächst zwei Jahre befristet. Johannes Fiedler – der Geschäftsführer des Trägervereins für die Jugendarbeit in Waltershofen, Opfingen, Munzingen und Tiengen – hofft, das Projekt dauerhaft zu sichern. Munzingens Ortsvorsteher Rolf Hasenfratz stellt seine Unterstützung in Aussicht, den Bedarf in seinem Stadtteil gegenüber der Stadt als Hauptfinanzierer der Jugendarbeit am Tuniberg zu vertreten. "Die Rückmeldungen der Familien zeigen, dass im Jugendclub eine ganz ausgezeichnete Arbeit geleistet wird. Und das Engagement der Stadt für die offene Jugendarbeit ist nicht hoch genug zu loben. Nicht alle Kommunen leisten sich ein so dichtes Netz an Kinder- und Jugendräumen", sagte er jüngst im Ortschaftsrat.
Autor: Silvia Faller
