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17. Dezember 2011

Enttäuschung bei Räten

Opfinger Regenrückhaltebecken wird erstmal nicht gebaut.

OPFINGEN (niv). Eine enttäuschende Nachricht verkündete Peter Reuß vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg den Opfingern bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung: Das geplante Regenrückhaltebecken Grafenacker zum Hochwasserschutz des Gebiets "Hausgarten" kann nicht wie geplant ab Anfang des neuen Jahres gebaut werden.

Dass ein weiteres Regenrückhaltebecken in Opfingen benötigt wird, war nach dem Starkniederschlag im Sommer 2010 deutlich geworden, bei dem mehrere Gebäude unter Wasser gestanden hatten. Die Stadt Freiburg stellte 700 000 Euro bereit, um den Bau in Grafenacker zu realisieren. Auch der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben damals zu, so dass im kommenden Januar oder Februar mit den Bauarbeiten begonnen werden sollte. Das Garten- und Tiefbauamt beauftragte ein Planungsbüro damit, die Bauleitung zu übernehmen.

Nach Überprüfung der Sachlage musste dieses das Bauvorhaben jetzt jedoch stoppen. Die vorher kalkulierten Kosten seien viel zu niedrig angesetzt gewesen und würden voraussichtlich 60 Prozent höher ausfallen als erwartet. Damit würde das Regenrückhaltebecken Grafenacker stolze 1,1 Millionen Euro kosten. "Jetzt muss zum einen eine neue Planung her und zum anderen brauchen wir mehr Geld von der Kämmerei der Stadt Freiburg", so Ortsvorsteher Hans-Jürgen Stadelhofer. Peter Reuß teilte mit, dass er darauf bedacht sei, dass neue Rückhaltebecken so schnell wie möglich entstehen zu lassen. Zeiträume konnte er hierfür aber noch nicht nennen.

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Das geplante Urnen-Baumfeld auf dem Opfinger Friedhof war ein weiteres Thema, das den Ortschaftsrat in dieser Woche beschäftigte. Am Ostrand des Friedhofs soll direkt hinter der Kirche ein Baum gepflanzt werden, um den herum Urnen in den Boden eingelassen werden können. Nach einigen Anfragen nach solch einem Urnen-Baumfeld bei der Ortsverwaltung wird dieses nun Anfang 2012 für maximal 30 Gräber geschaffen.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Stadelhofer teilte zudem mit, dass der Opfinger Baggersee künftig nicht mehr gewerblich, sondern rein als Naherholungsgebiet genutzt werden wird. Nach dem 31. Dezember dieses Jahres werde der Kiesabbau im See, der bereits seit den 1960er Jahren lief, wegen zu geringen Kiesaufkommens nicht mehr weitergeführt. Der See wird folglich renaturiert.

Ein gute Nachricht gab es für die Opfinger Eltern: Der Kindergarten Storchennest in der Gewerbestraße 17 hat die Genehmigung erteilt bekommen, seine Einrichtung zu erweitern. So werden 2012 zehn neue Plätze für Unterdreijährige geschaffen.

Im Ausblick auf das neue Jahr wies Ortsvorsteher Stadelhofer auf den Neujahrsempfang am 9. Januar hin. Zu diesem seien die Neubürger neuerdings persönlich per Brief eingeladen worden: "So soll es ihnen leicht gemacht werden, sich in die Ortschaft zu integrieren und unser Vereinsleben kennen zu lernen."

Autor: niv