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13. Oktober 2017

Klage über Raser beim Wohngebiet

Munzinger Rat diskutierte unerlaubte Wirtschaftswegnutzung.

MUNZINGEN. Beherrschendes Thema der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Munzingen am Mittwochabend war die Zunahme des Verkehrs durch das Wohngebiet "Hinterm Weiher III". Zur Sprache kam zudem die Nutzung des angrenzenden Wirtschaftsweges mit zu hohem Tempo.

Die Stichstraßen des Wohngebietes enden auf einen Wirtschaftsweg, der gemäß Bebauungsplan nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist. In seiner Einführung stellte Ortsvorsteher Rolf Hasenfratz (Munzinger Wählergemeinschaft) klar, dass Munzinger Schlattweg, Schießmauerweg und Mättlegraben, folgt man der Beschilderung, als Sackgassen enden. Die offizielle Erschließung erfolgt aus Richtung Westen über die Straße "Hinterm Weiher". "Trotzdem sind viele Klagen von Bewohnern gekommen, dass Autofahrer, von der Reinachstraße kommend, auf dem Wirtschaftsweg zu schnell fahren oder von den Stichstraßen mit viel Tempo auf den Wirtschaftsweg abbiegen", so Hasenfratz.

Der Weg werde auch als Abkürzung Richtung Tiengen genutzt. "Die Beschränkung auf Tempo 30 auf der Munzinger Schlattstraße hat wenig gebracht", bilanzierte Hasenfratz. Es seien Vorschläge gemacht worden, auf dem Wirtschaftsweg Poller oder Bodenschwellen anzubringen beziehungsweise die Zufahrt auf den Wirtschaftsweg durch Poller zu blockieren.

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Diesen Lösungen erteilte die Mehrheit der Räte aber eine Absage. "Technische Möglichkeiten erweisen sich als gefährliche oder Lärm produzierende Hindernisse", erklärte der Landwirt Clemens Lang (Unabhängige Liste Munzingen). Zumal Bodenschwellen in Freiburg grundsätzlich nicht eingesetzt würden, wie Hasenfratz ausführte. Eine Unterbrechung der offiziellen Sitzung des Rates gab den Zuhörern aus dem Wohngebiet "Hinterm Weiher III" Gelegenheit, ihren Unmut über die wachsende Belastung durch zu schnell fahrende Autos zu artikulieren. Einig waren sie sich darin, dass es überwiegend keine Autofahrer aus dem Wohngebiet selbst seien, die durch solche Tempofahrten auffielen. Würde man die Stichstraßen mit Pollern abriegeln, ergäben sich jedoch durch riskante Rückwärtsfahrten neue Gefahren.

Als Kompromiss fand der Vorschlag, im halbjährigen Probelauf wenigstens die Munzinger Schlattstraße per Poller abzuriegeln, allgemeine Zustimmung mit der Gewissheit, dass der Verkehr nicht auf die anderen beiden Straßen ausweichen würde. Dieser Vorschlag wird nun an die zuständigen Behörden weitergegeben.

Zur Vorlage der Stadt zum Thema "Barrierefreie öffentliche Räume in Freiburg" führte Hasenfratz aus, dass der Ortschaftsrat wisse, welche Räume in Munzingen nicht barrierefrei seien. Er wisse aber auch, dass es in Freiburg noch mehr nicht barrierefreie Gebäude gebe, die sehr frequentiert seien. Dass in Munzingen von vier Bushaltestellen drei barrierefrei seien, sehe er als großen Vorteil.

Der Ortsvorsteher informierte, dass am 1. Oktober 2017 Iris Ehinger-Fünfgelt als Mitarbeiterin der Ortsverwaltung ihren Dienst aufgenommen habe.

Am Ende seines Lateins zeigte sich Hasenfratz bei der Suche nach der Ursache für den Ausfall der Wäschbachquelle. Normalerweise füllt sie die große Quellfassung beim "Gigili-Turm" völlig aus. Jetzt präsentiert sich das quadratische Becken ohne einen Tropfen Wasser. "Ich habe alle Behörden angeschrieben, die in Frage kommen, und um Hilfe gebeten", versicherte Hasenfratz.
Sitzungsdauer: 60 Minuten.
Teilnehmer: Alle zwölf Räte.
Zuhörer: sieben.

Autor: Eva Opitz