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17. Dezember 2011
Rege Bautätigkeit
Rat Munzingen besprach Bauanträge und Parken am Schlossbuck.
MUNZINGEN (sf). Bauanträge und die Parkregelung am Schlossbuck prägten die letzte Sitzung des Munzinger Ortschaftsrates in diesem Jahr.
Geschlossen befürwortetet der Rat den Antrag eines Munzingers, im Gewann "Große Roos" eine Lagerhalle für Maschinen und organische Brennstoffe zu bauen. Der Antragsteller will die Halle im Außenbereich neben dem schon bestehenden landwirtschaftlichen Aussiedlerbetrieb seiner Eltern bauen. Ob das Vorhaben "privilegiert", also im Außenbereich überhaupt genehmigungsfähig ist, wird nach Auskunft des Ortsvorstehers noch geprüft. Ebenfalls einstimmig bejahte das Gremium auch den Antrag der im April gegründeten Firma "GS Energietechnik GmbH", zwei bislang von einem Gartenbaubetrieb genutzte Betriebsgebäude am Schlossbuck umzubauen für die Fertigung von elektronischen Anlagen, etwa Schaltanlagen oder Transformatorstationen. Dabei sollen auch Büroräume eingerichtet werden. Gründer und Geschäftsführer der Firma ist Gerold Schollmeyer, er hat zehn Beschäftigte.
Trotz deutlicher Kritik am Verfahren, die auch in die Stellungsnahme für die Stadtsverwaltung aufgenommen werden soll, akzeptierte das Gremium zudem den Nachtragsantrag für ein schon bestehendes Mehrfamilienhaus in der Straße "Im Sauergarten". Der Bauherr hatte mit den Balkonen das im Gebiet festgesetzte Baufenster überschritten. Laut Baurechtsbehörde sei der Antrag genehmigungsfähig, erklärte Ortsvorsteher Rolf Hasenfratz. Klaus Riemann stimmte dennoch gegen die nachträgliche Genehmigung: Die Begründung des Antragstellers, der ein Bauunternehmen führt, er habe nicht gewusst, dass Balkone innerhalb der Baugrenzen anzubringen seien, sei lachhaft.
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Beim Antrag für den Bau eines Carports an der östlichen Einmündung der Straße "Oberer Weiher" in die Straße "Hinterm Weiher" stellte sich die Frage, ob dieser die Sicht für Autofahrer behindere. Das, so Ortsvorsteher Hasenfratz, werde von der Verkehrsbehörde noch geprüft.
Seit etwa zehn Jahren gilt die Regelung, dass Autofahrer, die am Schlossbuck und auf einem Teil des großen Parkplatzes an der Romanstraße parken, mit einer Parkscheibe hinter der Windschutzscheibe ihre Parkdauer markieren müssen. Die Absicht war, Autofahrer zu bewegen, den zeitlich unbegrenzt nutzbaren Park-und-Ride-Platz an der St.-Erentrudis-Straße zu bevorzugen. Der Ortschaftsrat hob diese Vorgabe auf Vorschlag des Ortsvorstehers auf, weil sie eh nicht beachtet und auch nicht benötigt werde.
Im Rückblick auf 2011 erinnerte Ortschaftsrat Klemens Lang vor allem an die Absicht der Stadtverwaltung, die Böschungspflege am Tuniberg zu intensivieren und an die jüngsten Beschlüsse des Gemeinderats, wonach der Ausgleichsbedarf bei Baugebietsplanungen sinken wird. Auch durch Opfinger Engagement habe man bei diesen Themen viel erreicht im Interesse der Landwirte und Winzer und zum Nutzen der ökologischen Vielfalt.
Autor: sf
