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10. Januar 2012

Seepark

Bürgerverein Mooswald will weiter gegen Flutlicht-Anlage kämpfen

Ein Problem brennt dem Bürgerverein Mooswald in diesem Jahr besonders unter den Nägeln: Die geplante Flutlichtanlage im Seepark, die der Verein – gemeinsam mit einer Bürgerinitiative – unbedingt verhindern möchte.

MOOSWALD. Beim Neujahrsempfang am Sonntagvormittag rief Bürgervereinsvorsitzender Horst Bergamelli die fast 200 Anwesenden im Fritz-Hüttinger-Haus dazu auf, sich in Unterschriftenlisten einzutragen. Ansonsten blickt der Stadtteil frohgemut ins neue Jahr: Denn 2012 gibt es viel zu feiern.

Entschieden ist in Sachen Flutlicht noch nichts: Zunächst will das Rathaus ein Lärmschutzgutachten abwarten (die BZ berichtete). Es soll noch in diesem Monat vorliegen. Danach möchte die Stadtverwaltung das Gespräch suchen. Denn die Stimmung im Stadtteil ist geladen. Bereits bei einer Versammlung im November hatten sich die Bewohner vehement gegen das Flutlicht ausgesprochen, vor allem die direkt betroffenen Anwohner. Aber auch andere Bürger befürchten mehr Licht, mehr Lärm, mehr Autos und mehr Müll, wenn die Sportanlage auch im Winter – wie jetzt bereits im Sommer – bis spät in den Abend genutzt wird.

Die Stadtverwaltung macht indes keinen Hehl daraus, dass für sie kaum ein Weg am Flutlicht vorbeiführt. Zumal es an anderen Standorten fast keine Probleme gibt: Mit Ausnahme der Sportanlage an der Staudinger-Gesamtschule sind nach Mitteilung des Sportreferates alle Fußballplätze in Freiburg (insgesamt 28 Stadien) mit Flutlicht ausgestattet. Beschwerden von Anwohnern sind der Stadtverwaltung nur vom Weststadion (an der Stadtteilgrenze zwischen Mooswald und Betzenhausen) bekannt.

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"Ich verstehe die Bedenken", sagte Schul- und Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik beim Neujahrsempfang. Aber in der Stadt Freiburg fehlten nun einmal Flächen für den Vereinssport. Entlastung könnte zudem eine neue Sporthalle in der Bissierstraße im Stadtteil Stühlinger bringen, für die eventuell Geld im nächsten städtischen Doppelhaushalt bereit gestellt werden soll, sagte Stuchlik. Der Bürgerverein Mooswald will sich trotzdem weiter gegen das Flutlicht wehren.

Doch über die aktuellen Themen soll auch das Feiern nicht vergessen werden. Der Verein kann 2012 nämlich sein 60-jähriges Bestehen begehen. Und auch der Stadtteil Mooswald selbst hat Geburtstag. Er wurde vor 80 Jahren regelrecht aus dem Boden gestampft. Durch eine "Notverordnung" veranlasste die damalige Reichsregierung, im Freiburger Westen Häuser für Arbeitslose und kinderreiche Familien zu bauen. In den kommenden Jahren wird der Stadtteil einen weiteren Wachstumsschub bekommen: Durch die zahlreichen neuen Baugebiete werden zukünftig rund 2000 Menschen mehr in Mooswald leben.

Die besten Wünsche für 2012 überbrachten beim Neujahrsempfang auch etliche Gastredner: die Vorsitzenden der benachbarten Bürgervereine, die Kirchengemeinden und der Bürgermeister von Eichstetten, Michael Bruder. Die Kaiserstuhl-Gemeinde ist seit 2004 durch eine "Stadt-Land-Kooperation" mit dem Stadtteil Mooswald verbunden. Nun, acht Jahre später, ist dies auch amtlich: Beim Neujahrsempfang wurde eine Partnerschaftsurkunde unterschrieben.

Nach so vielen offiziellen Worten wurde es Zeit für eine Stärkung: Traditionell bekamen die Anwesenden zum Abschluss des Neujahrsempfangs eine deftige "Bürgersuppe" serviert.

Autor: Jelka Louisa Beule